Lexikon
Ịslam
[auch Isˈla:m; der; arabisch, Ergebung]
Zwei Hauptrichtungen: Sunniten und Schiiten
Nach dem Tod Mohammeds 632 kam es zu Meinungsverschiedenheiten über seine Nachfolge. Zentraler Streitpunkt war die Frage, ob ein Kalif sein Amt erben oder darin eingesetzt werden sollte. Die Sunniten (rund 90 % aller Muslime), für die die Aussprüche und Handlungen Mohammeds in der Sunna durch die vier ersten rechtmäßigen Kalifen weitergegeben wurde, entschieden sich für das Verfahren der Ernennung. Die Schiiten (arab. „schia“ = Abspaltung) erkannten dagegen nur den 4. Kalifen Ali, den Vetter und Schwiegersohn Mohammeds sowie dessen Nachkommen als Gemeindeoberhäupte (Imame) an. Die Spaltung in Sunniten und Schiiten erfolgte erst Mitte des 10. Jahrhunderts, sie führt bis heute zu Unterschieden in der Glaubenspraxis. So kennen etwa nur die Schiiten eine Verehrung ihrer als sündelos und unfehlbar angesehenen Gemeindeoberhäupter.
- Einleitung
- Die zentralen Glaubensgrundsätze
- Die heiligen Schriften
- Zwei Hauptrichtungen: Sunniten und Schiiten
- Der Islam in der Welt
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