Lexikon
Island
Wirtschaft und Verkehr
Grundlage der Volkswirtschaft ist die Fischerei; ihre Produkte erbringen fast die Hälfte der Exporterlöse. Das Bankenwesen war aufgrund seiner starken, internationalen Expansion von der weltweiten Finanzkrise 2007/08 so stark betroffen, dass es unter staatliche Aufsicht gestellt wurde.
In der Landwirtschaft spielt die Schaf- und Pferdehaltung traditionell eine herausragende Rolle. In den von Erdwärme beheizten Gewächshäusern gedeihen Gemüse, Südfrüchte und Blumen. Die Wasserkraft liefert die Energie für die Aluminiumverhüttung. Insgesamt deckt Island den Großteil seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Erdwärme). Die junge pharmazeutische Industrie weist hohe Wachstumszahlen auf. Eine bedeutende Devisenquelle stellt inzwischen der Tourismus dar (Ökotourismus, Whale Watching).
Das Straßennetz beschränkt sich vor allem auf den Süden und besteht überwiegend aus befestigten Schotterpisten. Lediglich die 1400 km lange Ringstraße, die um die gesamte Insel herumführt, ist ganzjährig befahrbar. Eisenbahnen fehlen ganz, dafür ist der Inlandsflugverkehr gut entwickelt.
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