Lexikon
Japan
Wirtschaft und Verkehr
Schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg war die japanische Wirtschaft trotz fehlender Rohstoffressourcen stark gewachsen. Dank massiver US-amerikanischer Unterstützung, staatlicher Rahmenplanung und Protektionismus konnte sich die Wirtschaft nach 1945 rasch erholen und Japan wurde in kurzer Zeit zur, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, zweitgrößten Wirtschaftsmacht nach den USA. Eine der Voraussetzungen für den steilen Aufstieg war die enge Verflechtung zwischen Staat und Privatwirtschaft. In den 1960er Jahren verlief das Wirtschaftswachstum nach Rahmenplänen des MITI (Ministerium für Außenhandel und Industrie), das immer noch als Steuerzentrale japanischer Wirtschaftsplanung gilt. In den 1990er Jahren wurde durch die Vergabe von ungedeckten Krediten eine Wirtschaftskrise ausgelöst, von der sich das Land bis heute noch nicht ganz erholt hat. Als drittgrößte Exportnation der Welt (hinter Deutschland und den USA) profitiert Japan jedoch von der Nähe zum expandierenden ostasiatischen Markt (insbesondere von China). Durch eine vorsichtig vorangetriebene Deregulierung und Privatisierung nahmen auch in den letzten Jahren die ausländischen Direktinvestitionen wieder leicht zu.
Ein Großteil der Waldfläche ist wieder aufgeforstet worden. Häufige Baumarten sind Japanzedern, Zypressen, Pinien, Birken und Kampferbäume. Die Nachfrage nach Holz, nicht nur für die Bauindustrie, sondern auch für die Herstellung von Papier, Möbeln u. a. Gebrauchsgütern, ist riesig, so dass Japan mehr als drei Viertel seines Holzes importiert.
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- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
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