Lexikon
Japan
Reichsentstehung
Durch die Zentralisation mehrerer Teilreiche entstand von Yamato aus um 400 durch die Expansion des Adelsverbands der Tenson ein neues politisches Gebilde. Im 6. Jahrhundert breitete sich von Korea ausgehend neben der einheimischen Religion des Shintoismus der Buddhismus in Japan aus, der von Kronprinz Shotoku 594 staatliche Förderung erhielt. Im Verlauf der Taika-Ära (seit 645) wurde Japan zu einer absolutistischen Monarchie nach chinesischem Muster umgestaltet, die mit Nara 710 eine feste Residenz erhielt. Als Tenno („Erhabener des Himmels“) übte der Kaiser die Herrschaft uneingeschränkt mittels des Großkanzlers (daijokan) aus. Als die buddhistische Priesterschaft Einfluss auf die Politik nahm, verlegte der Tenno den Hof 794 endgültig nach Heiankyo, dem heutigen Kyoto.
Nach dem Niedergang der Kaisermacht begann im 12. Jahrhundert die Herrschaft des Adels. Aus den Kämpfen lokaler Kriegersippen ging 1185 Minamoto Yoritomo siegreich hervor. Die staatl. Verwaltung wurde vom Hof getrennt und nach Kamakura verlegt.
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