Lexikon
Japan
Landwirtschaft in Bedrängnis
Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt ist stark rückläufig und betrug 2004 nur noch 1,3%. Nur knapp 12% der japanischen Bodenfläche können aufgrund der gebirgigen Oberflächengestalt und der starken Nachfrage nach Siedlungs- und Industriegebieten gerade in den fruchtbaren Küstenebenen als landwirtschaftliche Anbaufläche genutzt werden. In den dicht besiedelten Regionen ermöglicht der intensive Anbau von Gemüse und Obst auf oft winzigen Parzellen den Bauern ein Auskommen. Allerdings verkaufen viele wegen der immens gestiegenen Grundstückspreise ihr Agrarland als Bauland. In den höher gelegenen Anbaugebieten ist die rückläufige Seidenraupenzucht eine traditionelle Zuerwerbsmöglichkeit. Die Viehwirtschaft konzentriert sich auf Hokkaido, wo auf Farmen Milchprodukte erzeugt werden. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird für den Reisanbau genutzt, bei dem zwei Ernten im Jahr möglich sind. Die Haupterzeuger-Gebiete liegen in Zentral-Honshu, auf Kyushu und auf der kleinsten Hauptinsel Shikoku. Ertragreiche Reissorten, massiver Düngemittel- und Pestizideinsatz sowie Ausweitung der Anbauflächen durch Terrassenfeldbau ermöglichen den Kleinbetrieben hohe Ernteerträge. Japan ist bei Reis zu 100% Selbstversorger.
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