Lexikon
Langgässer
Elisabeth, verheiratete Hoffmann, deutsche Lyrikerin und Erzählerin, * 23. 2. 1899 Alzey, Rheinhessen, † 25. 7. 1950 Rheinzabern; verband antike Naturmythik mit katholischer Gläubigkeit. Lyrik: „Die Tierkreisgedichte“ 1935; „Der Laubmann und die Rose“ 1947; Erzählwerke: „Triptychon des Teufels“ 1932; „Der Gang durch das Ried“ 1936; „Das unauslöschliche Siegel“ 1946; Essays.
- Erscheinungsjahr: 1946
- Veröffentlicht: Deutschland
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Das unauslöschliche Siegel
- Genre: Roman
In ihrem beim Verlag Claasen & Goverts in Hamburg erscheinenden Roman »Das unauslöschliche Siegel«, der als ihr Hauptwerk gilt und von der Literaturkritik als Prototyp eines »magischen Realismus« bezeichnet wird, will die Erzählerin und Lyrikerin Elisabeth Langgässer (* 1899, † 1950) am Beispiel eines durch die katholische Taufe metaphysisch geprägten Juden den »außerzeitlichen und an keinen Raum gebundenen Kampf zwischen Gott und Satan« darstellen. Elisabeth Langgässer, die 1936 als Halbjüdin Schreibverbot erhielt und den Roman während der NS-Zeit heimlich schrieb, steht unter dem Einfluss des Renouveau catholique, einer in Frankreich entstandenen literarischen Bewegung, die eine Erneuerung des katholischen Weltbildes anstrebt; ihr Hauptvertreter ist Georges Bernanos.
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