Lexikon

Musk

[
griechisch
]

Geschichte des Musikbegriffs

Diese zwei Bereiche Theorie und Praxis spiegeln sich bereits in antiken Definitionen des Begriffs Musik wider. Während Aristides Quintilianus (3./4. Jahrhundert n. Chr.) Musik als „die Wissenschaft vom Melos [der reinen Tonfolge] und von dem, was zum Melos gehört“ definierte, verstand Ptolemäus darunter die Fähigkeit, Tonhöhen zu unterscheiden. Beide Ansätze finden im Mittelalter bei Augustinus und Boethius eine Weiterentwicklung. Boethius verfolgte dabei mit einer Einteilung in „musica mundana“ (Weltenmusik im Sinne der pythagoreischen Sphärenmusik und -harmonie), „musica humana“ (innermenschliche Musik) und „musica instrumentalis“ (Instrumentalmusik) einen ganzheitlichen Ansatz, der der Musik erstmals auch eine emotionale Bedeutung („sensus“) zuwies. Die Renaissance nahm mit „musica theorica“ und „musica practica“ den Begriffsdualismus wieder auf. Parallel zu den Entwicklungen in der Musikgeschichte wurde der Begriff der Musik seit dem Mittelalter mit zahlreichen neuen Bedeutungen gefüllt. Die Definitionen unterschieden z. B. zwischen einstimmiger und mehrstimmiger Musik, zwischen Vokal- und Instrumentalmusik, zwischen Volksmusik und Kunstmusik oder nach der instrumentalen Besetzung (Blasinstrumente, Saiteninstrumente). Im 18. Jahrhundert bildete sich bereits die bis heute bestehende Begriffsvielfalt heraus, der es anstelle einer umfassenden, allgemeinen Definition um die Beschreibung individueller musikalischer Facetten geht, die in ihrer Summe wiederum das ganze musikalische Spektrum abdecken.
  1. Einleitung
  2. Geschichte des Musikbegriffs
  3. Zeitgenössischer Musikbegriff
  4. Vielfalt der Musik
Gesundheitsdaten
Wissenschaft

Gesundheitsprognose per KI

Welches Risiko haben wir aufgrund unserer gesundheitlichen Vorgeschichte für Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Antworten darauf könnte ein neues KI-Modell namens Delphi-2M liefern. Basierend auf ähnlichen Algorithmen wie große Sprachmodelle soll es anhand von Informationen zu Vorerkrankungen und...

Sand, Sturm
Wissenschaft

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Heuschrecken sind meist harmlos. Wie kommt es, dass sie sich plötzlich in alles vernichtende Schwärme verwandeln? Eine biologische Spurensuche von JAN BERNDORFF So steht es im Zweiten Buch Mose: „Und am Morgen führte der Ostwind die Heuschrecken herbei. Und sie kamen über ganz Ägyptenland und ließen sich nieder überall in Ägypten...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon