Lexikon

Napoleon I.

Vom Staatsstreich zur Kaiserkrönung

Im Oktober 1799 kehrte Napoleon ohne seine Truppen nach Frankreich zurück, stürzte am 18./19. Brumaire (9./10. 11. 1799) das Direktorium durch einen Staatsstreich und erhielt als erster Konsul auf 10 Jahre de facto die Alleinherrschaft. Im Frieden von Lunéville 1801 mit Österreich und im Frieden von Amiens 1802 mit England beendete er den 2. Koalitionskrieg.
Ende der Revolution
Ende der Revolution
Napoleons Staatsstreich am 9. 11. 1799 macht ihn zum nur mühsam verschleierten Alleinherrscher: Die rasch gegebene Verfassung wird durch das Volk bestätigt. Am 15. 12. 1799 wenden sich die Konsuln, d. h. Napoleon, an das Volk und erklären nach 10 Jahren die Revolution offiziell für beendet:

Franzosen, eine Verfassung wird euch vorgelegt. Sie beseitigt die Ungewissheit der provisorischen Regierung in Bezug auf die auswärtigen Beziehungen, die Lage im Innern und die militärische Situation.

In die von ihr errichteten Institutionen stellt sie die obersten Magistrate, deren Ergebenheit für ihr Funktionieren notwendig erscheint.
Die Verfassung beruht auf den wahren Prinzipien der repräsentativen Regierung und auf den geheiligten Rechten des Eigentums, der Gleichheit und Freiheit.
Die von ihr eingesetzten Gewalten werden stark und dauerhaft sein, wie es für die Garantie der Bürgerrechte und der Staatsinteressen unabdingbar ist.
Bürger, die Revolution ist auf die sie auslösenden Prinzipien zurückgeführt und damit beendet."
Im Innern schuf Napoleon durch soziale, administrative und rechtliche Reformen ein einheitliches Ordnungssystem, das die Basis für seine außenpolitischen Pläne bildete. Durch Volksabstimmung ließ er sich 1802 zum Konsul auf Lebenszeit wählen. Damit verlieh er seiner faktischen Miltärdiktatur schon monarchische Züge, die mit seiner Selbstkrönung zum erblichen „Kaiser der Franzosen“ 1804 volle Geltung gewannen.
  1. Einleitung
  2. Militärische Karriere
  3. Vom Staatsstreich zur Kaiserkrönung
  4. Streben nach Hegemonie
  5. Außenpolitische Wende und Scheitern
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