Lexikon
Neuer Deutscher Film
seit 1962 (Oberhausener Manifest von 26 Filmemachern) Bezeichnung für einen Film, der durch eine „neue Sprache“ den „alten“, konventionellen Film ablösen wollte. Dabei verstanden sich die Regisseure ähnlich wie die Protagonisten der französischen Nouvelle Vague als Autorenfilmer. Kritische Beschreibungen sozialer Verhältnisse, menschlicher Verhaltensweisen und aktuelle politische Probleme wurden die beherrschenden Themen. Wichtige Regisseure u. a.: A. Kluge, R. W. Fassbinder, W. Herzog, E. Reitz, V. Schlöndorff, H. Sanders-Brahms, J. Schaaf, U. Schamoni, J. M. Straub, M. von Trotta, W. Wenders. Das Ende des Neuen Deutschen Films wird mit der allmählichen Abkehr vom Autorenkino seit Anfang der 1980er Jahre in Verbindung gebracht.
Wissenschaft
Mit Spannung und Thermik in die Lüfte
Winzig kleine und auch gar nicht so kleine Tiere können ohne Flügel prima viele Kilometer weit und hoch fliegen. Von THOMAS ZAUNER Es fliegt und fleucht in der Atmosphäre. Luftplankton muss nicht mikroskopisch klein sein. Insekten, Spinnen und anderes Kleingetier, das durch den Wind emporgehoben wird, zählen auch dazu. Wie bei...
Wissenschaft
Die Entzauberung des Vitruv
Vieles, was wir über römische Baukunst wissen, stammt von Marcus Vitruvius Pollio. Doch nicht alle Theater sind so konstruiert, wie von dem antiken Gelehrten beschrieben, belegen moderne Laserscans. von ROLF HEßBRÜGGE An kaum einem Ort kann man europäische Geschichte so gut begreifen wie im italienischen Volterra: In der rund 2....