Lexikon
Nordamerika
Kolonialzeit
Nordamerika: Entdeckung und Erforschung
| um 1000 | Leif Eriksson entdeckt Nordamerika |
| 1497 | G. und S. Caboto entdecken von England aus erneut Nordamerika (Newfoundland) |
| 1513 | J. Ponce de León entdeckt Florida |
| 1520 | G. da Verrazano erforscht große Teile der Küste zwischen Florida und Newfoundland, entdeckt die Mündung des Hudson River |
| 1528–1536 | Vorstoß A. N. Cabeza de Vacas von Florida über die Mississippi-Mündung durch das heutige Texas und nördliche Mexiko bis zur Stadt Mexico |
| 1535–1536 | J. Cartier befährt den Sankt-Lorenz-Strom bis in die Gegend von Montreal |
| 1539–1542 | H. de Soto dringt erstmals in das Innere Nordamerikas vor, quert von Florida aus die Appalachen, zieht über den Mississippi bis Oklahoma |
| 1540–1542 | Vorstoß von F. V. de Coronado von Mexiko aus ins Pueblogebiet, an den Grand Canyon und in die Great Plains |
| 1541 | erste Siedlungsversuche Frankreichs im Gebiet des Sankt-Lorenz-Stroms scheitern |
| 1584–1586 | erste Kolonisationsversuche von Sir W. Raleigh im Gebiet des heutigen North Carolina („Virginia“) scheitern |
| 1585–1587 | J. Davis unternimmt drei Reisen zur Suche der Nordwestpassage im Norden Amerikas |
| 1603–1515 | S. de Champlain befährt den Sankt-Lorenz-Strom, gründet 1608 Quebec, erreicht als erster Europäer die Großen Seen (1609 Champlainsee, 1615 Huronsee), gründet erste französische Siedlungen |
| 1673 | J. Marquette (SJ) und L. Jolliet gelangen vom Michigansee zum Mississippi, den sie bis zum Arkansas River befahren |
| 1682 | R. C. S. de La Salle befährt den Mississippi bis zur Mündung |
| 1741 | V. Bering und A. I. Tschirikow entdecken von Asien aus Alaska |
| 1776–1778 | auf der Suche nach der Nordwestpassage kartiert J. Cook die noch unbekannte Nordwestküste Nordamerikas |
| 1789 | A. Mackenzie befährt den nach ihm benannten Strom und durchquert 1793 den Kontinent im Gebiet des heutigen Kanada |
| 1804–1806 | W. Clark und M. Lewis durchqueren den Kontinent erstmals im Gebiet der heutigen USA |
Dieser Rechtsanspruch war von den Engländern stets bestritten worden. Sie hatten seit König Heinrich VII. Interesse an Amerika und hatten zur Zeit der Königin Elisabeth I. in Virginia vorübergehend eine Niederlassung gegründet (1584). Die Vernichtung der spanischen Armada (1588) machte den Weg frei für eine dauerhafte britische Kolonisation.
Die britische Kolonie blieb etwa 150 Jahre lang auf die Räume zwischen Georgia und Maine, der Ostküste und den Alleghanies beschränkt, doch gab es dort 1756 schon 1,25 Mio. Siedler. Ihre Hauptgegner wurden die 80 000 Franzosen in Kanada, am Missouri und am Mississippi („Louisiana“). Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) wurde dieser Sperrriegel von britischen Truppen und angloamerikanischen Milizen zerschlagen. Vollends nach Entstehung der USA entwickelte sich die Westexpansion der Angelsachsen, zumal 1783 auch Kanada angloamerikanische Bevölkerungselemente (Loyalisten) aufnahm. Die wichtigsten Stufen des Vordringens waren der Louisianakauf (1803), die Aufnahme von Texas (1845) und Oregon (1846) in die Union, der Friede von Guadalupe Hidalgo (1848), der kalifornische „gold run“ (1850), der sog. Gadsdenkauf (1853) und der Alaskakauf (1867). Den Fernen Westen und Südwesten des Kontinents konnten die Angloamerikaner nicht völlig nach ihren Vorstellungen umwandeln. Vielfach blieben Institutionen und Bräuche der Spanier bzw. Lateinamerikaner (Kirchen und Ordensniederlassungen, Bewässerungsanlagen, Anbaumethoden und Viehhaltung, Wohnweise, Nahrung, Volkstrachten und Lieder) bis heute erhalten. Auch Kanada (Geschichte), Vereinigte Staaten von Amerika (Geschichte)
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