Lexikon

normạnnische Kunst

die romanische und frühgotische Kunst der Normannen im 11. und 12. Jahrhundert, besonders die normannische Architektur. – Bezeichnend für die normannischen Kirchen ist der Verzicht auf jede plastische Figurendarstellung. In anderen Eigenheiten (Stabornamentik, reiche Stützen- und Arkadensysteme, erst im 12. Jahrhundert durch den Gewölbebau verdrängte Flachdecken) lebte beharrlich die Tradition der Holzbauformen weiter (Abteikirchen: Saint Étienne, La Trinité in Caen; Mont Saint Michel; Jumièges). Die normannische Gotik behielt noch lange den Vierungsturm bei und machte ihn zum beherrschenden Bauglied. Reiche Sonderformen entwickelte die normannische Kunst seit der Mitte des 11. Jahrhunderts in England (Kathedralen von St. Albans, Winchester, Ely, Gloucester, Durham, Norwich). In Süditalien und Sizilien kam es während der Normannenherrschaft zu einer Vermischung der normannischen Kunst mit orientalischen Bau- und Dekorformen (Mosaikschmuck, Stalaktitengewölbe); im Kirchenbau entstanden Verbindungen aus byzantinischen Zentralräumen und Basiliken (Dome in Palermo, Cefalù, Monreale, Salerno).
Das Meer ist voller Ressourcen: Wer hat ein Recht darauf, sie zu nutzen?
Wissenschaft

Wem gehört das Meer?

25 Jahre dauerte es, das internationale Seerecht auszuhandeln. Da die Regelungen jedoch nicht immer eindeutig sind, gibt es bis heute Gebietsstreitigkeiten. Von RAINER KURLEMANN Der globale Ozean ist kein rechtsfreier Raum, auch wenn die nächste Staatengrenze vielerorts etliche Hundert Seemeilen entfernt ist. Eine globale...

Sprung, Magnet
Wissenschaft

Der große Sprung

Ein neuartiger Hochtemperatursupraleiter funktioniert bereits bei kühler Raumtemperatur – wenn auch nur unter hohem Druck. Ein wichtiger Schritt in Richtung Alltagsanwendung ist getan. von DIRK EIDEMÜLLER Bei der Suche nach Supraleitern bei Raumtemperatur geht es um den heiligen Gral der Energietechnik. Wenn sich ein solches...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon