Lexikon

Pelz

Fell
die mit Haaren bedeckte Haut von Säugetieren, die u. a. zu Bekleidungszwecken verwendet wird. Die Pelze werden nach der Zurichtung als Rauchwaren bezeichnet. Die bekanntesten Edelpelze sind: Chinchilla, Nerz, Zobel, Ozelot, Luchs, Leopard, verschiedene Fuchs- und Lammfelle, Seal, Otter, Marder, Biber, Hermelin, Bisam und Nutria.
Kulturgeschichtlich ist Pelz von großer Bedeutung. In frühesten Zeiten bildeten Pelze den einzigen Schutz gegen Witterungsunbilden; danach wurde das bearbeitete Tierfell zur vorerst einzigen Kleidung des Menschen. Die Jagd auf Pelztiere war eine wichtige Triebfeder für die Eroberung und Erschließung Sibiriens und später Kanadas. Pelze wurden in diesen Gebieten zeitweise als Zahlungsmittel benutzt. In den alten Kulturländern wie Ägypten fungierte das Leopardenfell als Zeremonientracht der Könige und Priester. Im Mittelalter war das Tragen von Hermelin und Zobel Königen und Kaisern (Zaren), der hohen Geistlichkeit und etwas später auch den Fürsten, Adligen sowie dem Großbürgertum vorbehalten. Seit der Französischen Revolution spielt Pelz in der bürgerlichen Kleidung eine Rolle, wobei primär der Pelzmantel in der Herrenmode dominierte. Das erste Pelzmaterial zur Herstellung von Damenmänteln war Seal (1847 in London). 1885 wurden erstmals Persianer, 1900 dann Chinchilla, Zobel und Nerz für größere Damenbekleidungsstücke verwendet. Seitdem erst wird bei Edelpelzen die Haarseite nach außen getragen; mit dieser Pelzkleidung heutiger Prägung kann der Beginn der eigentlichen Pelzmode gleichgesetzt werden.
Die Pelztierjagd führte zu einem bedrohlichen Rückgang im Bestand vieler wild lebender Pelztiere. Dies gab Anlass zu Handelsbeschränkungen und -verboten sowie zu einer verstärkten Pelztierzucht.
Drei Chirurgen in OP-Kleidung, Masken und Schutzbrillen bei einer Operation.
Wissenschaft

Dem Gedächtnis auf der Spur

Ein gutes Gedächtnis hilft, Vokabeln, Formeln und Fakten zu behalten. Es formt außerdem unsere Persönlichkeit. Hirnforscher untersuchen seit Jahrzehnten seine Funktionsweise. Wir beleuchten ihre Fragen und bisherigen Antworten. von FRANK FRICK Hat das Gedächtnis seinen Sitz in einer bestimmten Gehirnregion? Nein. Dennoch gibt es...

Illustration der Studienergebnisse
Wissenschaft

Gehirne von Optimisten ticken ähnlich

Optimisten verfügen meist über bessere soziale Netzwerke und sind gesellschaftlich integrierter als Pessimisten. Warum das so ist, könnte nun ein Experiment erklären. Demnach funktionieren die Gehirne von Optimisten sehr ähnlich, wenn es um die Vorstellung zukünftiger Entwicklungen und Ereignisse geht. Die Denkorgane von...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon