Lexikon

Picsso

Die vierte Dimension

Befreundet mit H. Matisse und G. Braque, gehörte Picasso in Paris einem avantgardistischen Künstlerkreis um G. Apollinaire an. Unter dem Eindruck der afrikanischen Kunst und der Werke P. Cézannes begann er 1906 mit den Vorstudien zu der Komposition „Les Demoiselles dAvignon“ (1907), die in der Auflösung des Gegenstandes in geometrische Strukturen zum Initialwerk des Kubismus und zu einem Wegbereiter der abstrakten Malerei wurde. Gemeinsam mit Braque erarbeitete er den analytischen Kubismus, der durch Zerlegung des Motivs in kubische Formen die simultane Darstellung verschiedener Ansichten anstrebte („Bildnis D. H. Kahnweiler“ 1910). Die so entstehende „Vierdimensionalität“ bedeutete zugleich eine Revolutionierung der künstlerischen Sehweise, zeigte ein Gemälde doch erstmals mehr als das dem Auge auf einen Blick Sichtbare. Unter Mitwirklung von J. Gris und F. Léger entwickelten Picasso und Braque den synthetischen Kubismus, bei dem nicht das dargestellte Motiv, sondern die aus einer abstrakten Bildgeometrie abgeleitete Flächenorganisation Ausgangspunkt der Bildschöpfung wurde („Violine“ 1912). Fragmente von Alltagsgegenständen (Zeitungsausschnitte, Tapeten, Holz) wurden von ihrer inhaltlichen Bedeutung gelöst und collageartig in die abstrakte Bildstruktur eingefügt. Denselben Bestrebungen folgten die gleichzeitig entstandenen Plastiken („Gitarre“ 1912; „Absinthglas“ 1914, jeweils mehrere Variationen).
  1. Einleitung
  2. Die Welt in Blau und Rosa
  3. Die vierte Dimension
  4. Inbegriff der Moderne
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Wissenschaft

Unser unzuverlässiges Gedächtnis

Warum wir unseren Erinnerungen zuweilen nicht trauen können, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Polizisten können ein Lied davon singen: Was Augenzeugen eines Unfalls oder Verbrechens im Brustton der Überzeugung behaupten, gesehen zu haben, muss keinesfalls stimmen. Dazu sind unsere Erinnerungen viel zu fehlerhaft und störanfällig....

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Wissenschaft

Kreisverkehr

Blut spielt in vielen Mythen und Märchen der Menschen eine große Rolle. „Ruckedigu, Blut ist im Schuh“, gurren die Tauben in Aschenputtel, die Goldmarie muss in den Brunnen hinuntersteigen, um die blutige Spule zu waschen und findet sich als Leibeigene bei Frau Holle wieder, und bei der christlichen Wandlung wird aus dem Messwein...

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