Lexikon
Plạton
Lehre von den Ideen
Im Zentrum seines Denkens steht die Ideenlehre mit den Kernfragen: Was ist das Wesentliche aller Dinge? Was ist das wahre Sein? Wahres und unveränderliches Sein haben laut Platon nicht die sichtbaren Dinge, sondern allein die nur dem Denken zugänglichen Urbilder (Ideen). Während die sinnliche Wahrnehmung nur Abbilder dieser Ideen vermittelt, dringt das begriffliche Denken zum eigentlich Seienden vor. Dabei entstehen die begrifflichen Inhalte nicht aus der Erfahrung, sondern werden „wiedererinnert“. Denn da die Seele für Platon unsterblich ist, hat sie eine ursprüngliche Liebe zu den rein geistigen Ideen und eine vorgeburtliche Erinnerung an sie (Anamnese), an der alle empirischen Gegenstände „teilhaben“. Platons Erkenntnislehre ist also ein Rationalismus, der im Denken eine von der Erfahrung unabhängige Quelle von Erkenntnissen sieht. Den plastischen Ausdruck für seine Erkenntnistheorie und Ontologie fand er im Höhlengleichnis, das das Verhältnis der menschlichen Wahrnehmung der Dinge zu dem eigentlichen Wesen der Dinge beschreibt. Einen Zwischenbereich zwischen Ideenwelt und Sinnenwelt sieht Platon in den Zahlen und geometrischen Körpern.
- Einleitung
- Lebensweg
- Schriften
- Lehre von den Ideen
- Tugend und Gerechtigkeit
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