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LEXIKON

Plton

Tugend und Gerechtigkeit

Platons Ethik ist durch das System der vier Kardinaltugenden gekennzeichnet, das auch losgelöst von seinem Entstehungsgrund stark weitergewirkt hat. Er unterscheidet beim Menschen einen begehrlichen, einen mutigen und einen vernünftigen Seelenteil, deren richtige Ordnung und Harmonie (d. h. Unterordnung von Begierde und Willenskraft unter die Vernunft) die Tugenden der Mäßigkeit, Tapferkeit, Gerechtigkeit und Weisheit ergeben. Die Ordnung der Seelenteile entspricht in der Politik der Ordnung des von Platon entworfenen Idealstaates. Dieser besteht aus drei Ständen: dem begehrlichen Erwerbsstand (Bauern, Handwerker, Kaufleute), dessen Ziel die Befriedigung der Bedürfnisse ist, den mutigen Wächtern (Krieger), die den Staat schützen und schließlich dem weisen Regenten, der als Bester mit Einsicht regiert (Philosophenkönig).
  1. Einleitung
  2. Lebensweg
  3. Schriften
  4. Lehre von den Ideen
  5. Tugend und Gerechtigkeit
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