Lexikon

Plạton

Tugend und Gerechtigkeit

Platons Ethik ist durch das System der vier Kardinaltugenden gekennzeichnet, das auch losgelöst von seinem Entstehungsgrund stark weitergewirkt hat. Er unterscheidet beim Menschen einen begehrlichen, einen mutigen und einen vernünftigen Seelenteil, deren richtige Ordnung und Harmonie (d. h. Unterordnung von Begierde und Willenskraft unter die Vernunft) die Tugenden der Mäßigkeit, Tapferkeit, Gerechtigkeit und Weisheit ergeben. Die Ordnung der Seelenteile entspricht in der Politik der Ordnung des von Platon entworfenen Idealstaates. Dieser besteht aus drei Ständen: dem begehrlichen Erwerbsstand (Bauern, Handwerker, Kaufleute), dessen Ziel die Befriedigung der Bedürfnisse ist, den mutigen Wächtern (Krieger), die den Staat schützen und schließlich dem weisen Regenten, der als Bester mit Einsicht regiert (Philosophenkönig).
  1. Einleitung
  2. Lebensweg
  3. Schriften
  4. Lehre von den Ideen
  5. Tugend und Gerechtigkeit
Blick auf Wolken über der Erde mit blauer Atmosphäre und Himmel im Hintergrund.
Wissenschaft

Unterwegs durch die Luft: Mikroben

Eine enorme Vielfalt winziger Lebewesen reist durch die Atmosphäre, findet neue Lebensräume und produziert dabei Wolken. Von THOMAS ZAUNER Früher Morgen und volle U-Bahn. Ein lautes Niesen von hinten. Schon zucken die übrigen Fahrgäste zusammen. Denn nicht erst seit der COVID-19-Pandemie ist uns allen bekannt, was das bedeutet:...

phaenomenal_02.jpg
Wissenschaft

Der Nocebo-Effekt

„Der Glaube versetzt Berge“ lautet ein Sprichwort – und tatsächlich hat das, was man erwartet, oft einen erheblichen Einfluss auf das, was geschehen wird. Warum das auch in der Medizin so ist, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Ein Patient, der von einem Medikament oder einer Heilmethode überzeugt ist, gesundet schneller als einer,...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon