Lexikon

Portugiesen am Kongo

Portugiesen am Kongo
Ein Bericht aus Portugal über die Entdeckungsfahrt an den Kongo 1484 belegt den Vorrang wirtschaftlicher Motive vor den immer wieder geäußerten Idealen einer Christianisierung der Welt durch die europäische Expansion:

"Nach Alfons' V. Tod [1481] übernahm Johann II. die Herrschaft des Königreiches, der nach Heranziehung erfahrenster Mathematiker den Entschluss fasste, vom Atlantischen Ozean in den Osten vorzudringen und den Handel mit den Schätzen des Glücklichen Arabiens und den Reichtümern der Küsten Indiens zu fördern. Er vertraute daher dem Jacobus Cao, einem tugendfesten Mann, Schiffe an und befahl im Jahre 1484, über die von Alphons erreichten äußersten Grenzen hinauszufahren und Christi Namen zu den barbarischen Völkern zu tragen. Jener gelangte zu dem ungeheuren Flusse Zairis [Kongo], der von den Quellen des Nils entspringt
und mit gewaltig vermehrtem Wasserschwall und Ansturm das süße Wasser durch das salzige des Ozeans auf 80 Meilen hinwälzt, was die Seefahrer zu ihrer Freude durch Schöpfen wahrnehmen.
Er überwand die Gegenströmung des Flusses und sah die heidnischen schwarzhäutigen Äthiopier, die in ihren Sitten und in ihrer Gesittung gutartig sind und die er durch kleine Geschenke mit fröhlichen Mienen aufs Schiff brachte. sie bewegten sich sicher und ohne Furcht, und er behandelte sie gut und konnte von ihnen durch Zeichengebung erfahren, dass sie ein sehr mächtiger König beherrsche, der weit im Inneren in einer über den Fluss erreichbaren Königstadt residiere.
Wissenschaft

Antidepressiva: Erwartung prägt Absetzsymptome

Aufhören ist problematisch, heißt es: Neben dem Verlust der stimmungsaufhellenden Wirkung können auch „Entzugserscheinungen“ wie Schlafstörungen oder Kopfschmerzen das Absetzen einer Antidepressiva-Behandlung erschweren. Doch aus einer Studie geht nun hervor, dass dieser Aspekt offenbar weniger schwerwiegend ist als bisher...

xxx_GettyImages-dv031010.jpg
Wissenschaft

Die Suche nach dem heilsamen Gift

Zu den wirkungsvollsten Waffen von Tieren gehört Gift. Doch was hoch-dosiert tötet, kann niedrigdosiert medizinisch nutzen. In den vergangenen zehn Jahren wurden fast 30.000 dieser Substanzen neu erfasst. von CHRISTIAN JUNG Tiergifte zu erforschen, um medizinische Wirkstoffe und Therapeutika zu entdecken, ist aufwendig und teuer...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch