Lexikon

Pupịlle

[
die; lateinisch
]
das Sehloch in der Regenbogenhaut des Auges; es erscheint im Allgemeinen schwarz, verengt sich reflektorisch bei Lichteinfall und erweitert sich bei Verdunkelung. Die Aufhebung dieser Pupillenreaktionen weist auf Krankheiten hin, besonders Erkrankungen des Nervensystems, auf Ungleichheiten der Weite der Pupillen zwischen beiden Seiten (Pupillendifferenz, Anisokorie) und auf Entrundungen der Pupille. Außerdem tritt eine Verengung der Pupille (Miosis) durch Einwirkung von Arzneimitteln oder Giften (Eserin, Morphin u. a.) und bei Entzündungen der Regenbogenhaut ein, eine Erweiterung (Mydriasis) bei Arznei- (Atropin u. a.) oder Gifteinwirkung, Botulismus, Hirndruck, Glaukom.
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