Lexikon
rhetọrische Figụr
Musik
musikalisch-rhetorische Figurin der Musik des 16.–18. Jahrhunderts vorkommendes kompositorisches Element (Melodieform, Pause, Wiederholung, Satzart u. a.), das von der Musiktheorie (Figurenlehre) zunächst als Fehler oder Freiheit des strengen kontrapunktischen Satzes angesehen und mit Figurennamen der Rhetorik benannt wurde. Zugleich beziehen sich die musikalisch-rhetorischen Figuren meist auf den Text und untermalen oder interpretieren ihn (lateinisch Musica poetica). Die Figurenlehre kann als kodifizierte Symbolsprache der Komposition verstanden werden (z. Z. J. S. Bachs über 100 Figuren) und ist für das Verständnis barocker Vokal-, später auch Instrumentalmusik wesentlich. Sie verschwand Mitte des 18. Jahrhunderts durch den Untergang der barocken Nachahmungsästhetik.
Wissenschaft
Wie außergewöhnlich ist die Größe unseres Gehirns?
Je massiver der Körper eines Tieres, desto größer ist auch sein Gehirn – sollte man meinen. Doch das stimmt nicht ganz, wie nun eine Studie zeigt. Demnach hat sich die Gehirngröße bei einigen Säugetierarten, einschließlich des Menschen, nicht proportional zu ihrer Körpergröße entwickelt. Zwar ist eine gewisse Regelmäßigkeit...
Wissenschaft
Rückkehr zum Mond
Ein halbes Jahrhundert nach Apollo 17 wollen Menschen wieder zum Erdtrabanten. Der erste Testflug war ein großer Erfolg.
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