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LEXIKON

Säge

Werkzeug zum Trennen von Metallen, Holz u. a.; ein stählernes Blatt oder eine kreisförmige Scheibe, beide am Rand mit meist dreieckigen Zähnen besetzt. Diese sind, um das Klemmen zu verhindern, nach beiden Seiten abwechselnd aus der Blattebene herausgebogen. Das Blatt selbst ist häufig eingespannt und flexibel (Spannsäge). Ein ungespanntes Blatt haben die Steifsägen wie z. B. der Fuchsschwanz oder die Stichsäge. Die Schrot- oder Zugsäge hat ein steifes Blatt und zwei Handgriffe. In der industriellen Verarbeitung werden Sägemaschinen mit eingespanntem Blatt eingesetzt. Hin und her bewegt sich das Sägeblatt bei der Bügelsäge und der Gattersäge, bei der mehrere Sägeblätter horizontal oder vertikal nebeneinander laufen. Kontinuierlich sägen die Bandsäge, deren Blatt ein endloses Band ist, die Kreissäge mit rundem Blatt und die Drahtsäge mit einem endlosen Drahtseil, wie sie in Steinbrüchen verwendet wird. Tragbar ist die Motorsäge (Kettensäge), bei der die Glieder einer umlaufenden Kette als Sägezähne ausgebildet sind.

Geschichte

In der Steinzeit sägte man in Europa mit einem Seil aus Pflanzenfasern und verstärkte die Reibung durch scharfen Sand. Im alten Ägypten verwendeten Schreiner kupferne Sägen, die an einen Fuchsschwanz erinnern. Zweihändige Sägen, mit denen Bäume gefällt wurden, sind auf einem Relief aus Ninive um 900 v. Chr. dargestellt. Im Mittelmeergebiet erfand man mit Wasserkraft angetriebene Sägemühlen, die z. B. um 400 n. Chr. in Gallien Marmor zerschnitten.
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