Lexikon
Säkularisatiọn
Geschichte
Enteignung kirchlichen Eigentums durch den Staat und die Umwandlung geistlicher Herrschaftsbereiche in weltliche.
Im Zusammenhang mit der Belehnung von Adeligen mit Kirchengütern kann man bereits im frühen Mittelalter von Säkularisation sprechen. Im spätmittelalterlichen Frankreich zog die Krone das Vermögen des Templerordens ein. In England wurde unter Heinrich VIII. klösterlicher in weltlichen Besitz umgewandelt.
Die nach der Reformation in Deutschland noch verbliebenen geistlichen Territorien wurden 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Die Säkularisation griff auch auf die nicht reichsständischen Klöster über. Zusammen mit der Auflösung der von den geistlichen Staaten unterhaltenen katholischen Universitäten bildet die Säkularisation den tiefsten Einschnitt in der Geschichte des deutschen Katholizismus.
In Frankreich wurde während und nach der Französischen Revolution der gesamte kirchliche Besitz und bei der zweiten Trennung von Kirche und Staat wiederum ein großer Teil (1901–1905), in Italien 1860–1870 der Kirchenstaat säkularisiert. Nach den beiden Weltkriegen fanden Säkularisationen in den kommunistischen Staaten statt.
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