Lexikon
Steuerung
in der Kybernetik die ständige zielorientierte Beeinflussung eines Prozesses. Diese Art der Führung bedarf mindestens einer Kennlinie, nämlich der Abhängigkeit der Ausgangsvariablen, der Steuergröße, von der Stellgröße oder einem Programm. Der Wirkungsweg einer Steuerung ist, im Gegensatz zur Regelung, offen (weil ohne Rückkopplung) und heißt Steuerstrecke; auf diese können außerdem Störgrößen wirken. Abweichungen von einem vorgegebenen Sollwert können im Gegensatz zu den Verfahren der Regelungstechnik nicht gemessen und automatisch korrigiert werden. Zur Steuerung benötigt man Betriebsmittel, die das Einwirken auf einen Energie-, Informations- oder Materialfluss ermöglichen. Einfache Steuermittel sind z. B. Nockenwelle, Drosselklappe, Fliehkraftregler sowie Ventil und Schieber, für Straßenfahrzeuge die Lenkung, für Luftfahrzeuge das Leitwerk, für Wasserfahrzeuge das Ruder. Eine elektrische Steuerung setzt mehrpolige Bauelemente wie Relais, Trioden, Transistoren usw. voraus. Zunehmend werden heute zur Steuerung von industriellen Anlagen, Maschinen, Transferstraßen, Verkehrsampeln und Haushaltsgeräten Mikroprozessoren eingesetzt.
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