Lexikon
Symbọl
[
das; griechisch symbolon, „das Zusammengeworfene“
]Kenn-, Merk- oder Wahrzeichen; Sinnbild. Im Gegensatz zur Allegorie ist das Symbol aus sich heraus verständlich; im Gegensatz zur Metapher ist es nicht nur ein bildhafter Ausdruck, sondern selbst ein wirkliches Bild oder eine sinnbildliche Handlung, die aufgrund der kulturellen oder gemeinschaftlichen Verbundenheit ohne weiteres verständlich ist. Meist verweist es auf eine übersinnliche, z. B. religiöse Sphäre oder ist gemeinschaftsbezogen, z. B. Licht als Symbol des Geistes; Wasser als Symbol des Lebens; die Symbole der Herrschaft wie Krone, Zepter oder Schwert; der Ring als Symbol der Treue. Die Psychoanalyse hat den Symbolen die wichtige Rolle einer Sprache des Unbewussten zugemessen, das sich durch sie im Traum oder in besonderen Handlungen offenbart.
In der
Theologie
hat Symbol zusätzliche Bedeutungen: 1. als symbolon Glaubensbekenntnis seit Tertullian; auch Bezeichnung für die Bekenntnissschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. – 2. griechisches Grundwort für sacramentum und in der Deutung des Altarsakraments immer wieder gebraucht. – 3. als symbolé Zusammenfassung der biblischen Bücher im Kanon der Heiligen Schrift.
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