Lexikon

Torf

brennbares Produkt der Zersetzung pflanzlicher Stoffe unter Luftabschluss, mit 55–64% Kohlenstoff, Übergangsstufe zur Braunkohle, Fundorte sind die Moore. Die obere Torfschicht ist weniger zersetzt und von heller Farbe (Faser- oder Weißtorf), besteht meist aus noch deutlich erkennbaren Moosen, Ried- und Wollgräsern, mit einem Heizwert von 12 000 bis 16 000 kJ/kg. Die darunter liegende Schicht, älter und deshalb zersetzter, ist dunkler gefärbt (Schwarz- oder Specktorf), mit einem Heizwert von 16 000 bis 20 000 kJ/kg und hat bröckliges Gefüge. Da Torf bis zu 80% Wasser enthält, muss er nach dem Stechen mittels Hand (Soden) oder mit Maschine (Maschinentorf) durch Liegen und Trocknen an der Luft oder Pressen wasserärmer gemacht werden, ehe er als Isolier-, Streumaterial oder zum Heizen verwendbar ist. Torf ist in Gärten (als Torfmull) ein Mittel zur Humusanreicherung, besonders bei Stallmistmangel; Düngetorf ist mit Mineralien angereichert.
Vulkan spuckt schwarzen Rauch in den Himmel, Wasser im Vordergrund, Sonne im rechten oberen Bereich.
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