Lexikon

U-Boot-Krieg provoziert USA

U-Boot-Krieg provoziert USA
Die US-amerikanische Regierung warnte die deutsche Reichsregierung am 12. 2. 1915 in einer Protestnote vor den möglichen Folgen des U-Boot-Krieges, den die deutsche Marineleitung am 2. 2. gegen die Handelsschifffahrt in den Gewässern um Großbritannien begonnen hat. Knapp drei Monate nach dieser Note versenkt ein deutsches U-Boot die "Lusitania". 120 US-Bürger kommen dabei ums Leben. Die USA protestieren erneut in aller Schärfe und erwägen ihr Eingreifen in den Krieg:

Eine Erklärung oder Ausübung des Rechtes, jedes Schiff anzugreifen und zu zerstören, das ein näher umschriebenes Gebiet auf offener See befährt, ohne erst festgestellt zu haben, ob es einer kriegsführenden Nation gehört oder ob seine Ladung Konterbande ist, wäre eine Handlungsweise, die so sehr im Widerspruch mit allen früheren Fällen der Seekriegsführung steht, dass die amerikanische Regierung kaum annehmen kann, das die Kaiserlich Deutsche Regierung im vorliegenden Falle sie als möglich ins Auge fasst. ... Falls die Kommandanten deutscher Kriegsschiffe ... auf hoher See ein amerikanisches Schiff oder das Leben amerikanischer Staatsbürger vernichten sollten, so würde die Regierung der Vereinigten Staaten in dieser Handlung schwerlich etwas anderes als eine unentschuldbare Verletzung neutraler Rechte erblicken können, die kaum in Einklang zu bringen sein würde mit den freundschaftlichen Beziehungen, die jetzt glücklicherweise zwischen den beiden Staaten bestehen."

Irdischer Trabant: Heute beträgt die – aufgrund seiner elliptischen Bahn schwankende – Entfernung des Mondes 363.300 bis 405.500 Kilometer. Das war nicht immer so, denn der Abstand vergrößert sich seit Milliarden von Jahren. Das Foto machte NASA-Astronaut Jeff Williams an Bord der Internationalen Raumstation am 18. August 2016 rund 400 Kilometer über dem Atlantik.
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