Lexikon
Ukraịne
Der unabhängige Staat seit den 1990er Jahren
Im sowjetischen Reformklima der späten 1980er Jahre erhielt die ukrainische Nationalbewegung neuen Auftrieb. 1990 erklärte die Ukraine ihre Souveränität und 1991 ihre Unabhängigkeit. Im selben Jahr wurde Leonid Krawtschuk zum ersten Staatsoberhaupt gewählt. 1992 erhielt die Krim weitgehende Autonomie. 1994 trat Leonid Kutschma die Nachfolge Krawtschuks an. 1995 wurde die Ukraine Mitglied des Europarates. Bis 1996 wurden alle auf dem Territorium der Ukraine stationierten Atomwaffen abgebaut und vernichtet. Unterschiedliche Auffassungen über den Status der Krim und der Schwarzmeerflotte belasteten lange das Verhältnis zu Russland. Erst 1997 schlossen beide Länder einen Grundlagenvertrag zur Normalisierung ihrer Beziehungen.
Gegen das autoritäre Regime Kutschmas organisierte die Opposition seit Ende 2000 wiederholt große Protestdemonstrationen. Dabei kam es zu blutigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Bei den Parlamentswahlen 2002 gewann das von dem reformorientierten Politiker Wiktor Juschtschenko geführte Wahlbündnis „Unsere Ukraine“ die meisten Stimmen. Neuer Regierungschef wurde aber der als Vertreter der Wirtschaftsoligarchie geltende und von Kutschma protegierte Wiktor Janukowitsch.
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