Lexikon
Ukraịne
Sowjetrepublik
Im russischen Machtbereich erfolgte eine strikte Politik der Russifizierung, während sich in den österreichischen Gebieten die ukrainische Identität behaupten konnte. Nach dem russischen Revolutionsjahr 1917 proklamierte das neugebildete ukrainische Parlament in Kiew im Januar 1918 die unabhängige Ukrainische Volksrepublik. In Galizien entstand die Westukrainische Volksrepublik. Im folgenden Bürgerkrieg konnten sich die Bolschewiken behaupten und die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik errichten, die 1922 Teilstaat der UdSSR wurde. Die Westukrainische Volksrepublik fiel im Frieden von Riga 1921 an Polen.
Eine schwere Hungersnot, ausgelöst durch die von Stalin befohlene Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, forderte 1932/33 rd. 5 Millionen Menschenleben. Infolge des Hitler-Stalin-Paktes fiel die polnische Westukraine 1939 an die UdSSR. 1941–1944 war die Ukraine von deutschen Truppen besetzt. 1945 trat die Tschechoslowakei die Karpatho-Ukraine ab. 1954 wurde auch die zu Russland gehörende Krim angegliedert. Der Atomreaktorunfall in Tschernobyl 1986 offenbarte technologische Defizite der UdSSR.
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