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LEXIKON

Wiedersehen in Howards End

  • Deutscher Titel: Wiedersehen in Howard„s End
  • Original-Titel: HOWARD„S END
  • Land: GB
  • Jahr: 1992
  • Regie: James Ivory
  • Drehbuch: Ruth Prawer Jhabvala, nach dem Roman von E. M. Forster
  • Kamera: Tony Pierce-Roberts
  • Schauspieler: Anthony Hopkins, Vanessa Redgrave, Emma Thompson, Helena Bonham Carter
  • Auszeichnungen: Oscar 1993 für Hauptdarstellerin (Emma Thompson), Sonderpreis Filmfestspiele Cannes 1992 für Film
Begeisterung bei den Filmfestspielen in Cannes löst James Ivory„s Beitrag »Wiedersehen in Howard„s End« aus.
Die filmische Adaption des 1910 erschienenen Gesellschaftsromans von E]dward[ M]organ[ Forster zeigt ein düsteres Sittenbild des viktorianischen Englands zur Zeit der Jahrhundertwende.
Die Verbindung zwischen der wohlhabenden Familie Wilcox und der aus drei Geschwistern bestehenden unkonventionellen Familie Schlegel beruht lediglich auf der Freundschaft zwischen den beiden Frauen Ruth Wilcox (Vanessa Redgrave) und Margaret Schlegel (Emma Thompson). Als Ruth stirbt, vererbt sie der Freundin das Landhaus ihrer Kindheit, an dem sie sehr gehangen hatte. Die Wilcox„ vertuschen diesen Teil des Testaments, lassen Margaret jedoch, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, im Haus wohnen. Später hält Ruths Witwer Henry (Anthony Hopkins) um Margarets Hand an. Diese willigt ein, doch kommt es bald zu Konflikten zwischen Henry und Margarets sozialpolitisch engagierter jüngerer Schwester Helen (Helena Bonham Carter). Als Margaret am Ende doch noch in den Besitz des Landhauses gelangt, hat sie sich von Henry gelöst, um mit ihrer Familie zusammenleben zu können. Ivory hat mit »Howard„s End« einen psychologisch stimmigen Film geschaffen, dessen Gesellschaftskritik aber sehr stark von der Opulenz der Ausstattung überlagert wird. 1993 erhält Emma Thompson für ihre Darstellung der Margaret Schlegel einen Oscar.
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