Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

einnehmen

ein|neh|men
V.
88, hat eingenommen; mit Akk.
1.
etwas e.
a)
als Verdienst, als Abgabe erhalten;
Geld, Steuern e.
b)
erobern, in Besitz nehmen;
eine Festung, eine Stadt e.
c)
veraltet
als Ladung aufnehmen;
das Schiff nimmt Kohle, Holz ein
d)
zu sich nehmen, essen oder/und trinken;
eine Mahlzeit, das Frühstück e.; ein Medikament e.
e)
beanspruchen, ausfüllen;
der Tisch nimmt zu viel Platz, Raum ein
f)
sich auf etwas niederlassen, sich auf etwas setzen;
die Zuschauer nahmen ihre Plätze ein
g)
innehaben; einen Posten e.
h)
den anderen gegenüber vertreten, zeigen;
er nimmt einen anderen Standpunkt ein als wir; eine bestimmte (innere) Haltung e.
2.
jmdn. oder etwas e.
beschäftigen, ausfüllen;
dieser Vorfall nimmt alle meine Gedanken ein; diese Arbeit nimmt mich völlig ein
3.
jmdn. für sich, für jmdn. e.
jmdm. gefallen, jmdn. anziehen, jmdm. sympathisch sein;
dieser junge Mensch hat mich sofort für sich eingenommen; seine Freundlichkeit nimmt alle für ihn ein; ein Mann von ~dem Äußeren
von anziehendem, angenehmem Äußeren;
ein ~des Wesen haben
ein gewinnendes, anziehendes Wesen haben;
für jmdn. eingenommen sein
jmdn. schätzen, mögen, ihm wohlwollend gesinnt sein
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