Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Gewissen
Ge|wịs|sen 〈〉
n.
, –s
, nur Sg.
1.
Bewusstsein von Gut und Böse (des eigenen Tuns);
er hat kein G.; er hat ein zartes G.
〈meist iron.〉
er nimmt es in rechtlichen Dingen äußerst genau;
jmds. G. beruhigen; sein G. prüfen; mein G. plagt mich
ich weiß, dass ich nicht recht gehandelt habe;
ein gutes, schlechtes, böses G. haben
wissen, dass man recht, unrecht, böse gehandelt hat;
er macht sich kein G. daraus, dass er unrecht gehandelt hat
er macht sich keine Gedanken darüber, es ist ihm gleichgültig;
auf Ehre und G.!
〈Beteuerungsformel, dass man die Wahrheit gesagt hat〉
; er hat ihn auf dem G.
er hat durch seine Handlungsweise zu seinem Tod, seinem Ruin beigetragen;
jmdm. ins G. reden
jmdm. eindringlich seine unrechte Handlungsweise klarmachen
Wissenschaft
Der Takt des Lebens
Gesteuert von der inneren Uhr im Gehirn und reguliert durch Hormone wie Melatonin und Cortisol bestimmt der zirkadiane Rhythmus alles – vom Schlafbedürfnis bis zum Hungergefühl. von SIGRID MÄRZ Irgendwo piept ein Gerät, und Pflegende rücken die Zugänge am Patienten zurecht. Die Neonröhren an der Decke flimmern. Tageslicht fehlt...
Wissenschaft
Die Direktorin der Dinge
„In der Natur nimmt die Entropie die Rolle des Direktors ein, die Energie aber nur die eines Buchhalters.“ So hat der große Physiker Arnold Sommerfeld einmal die Aufgaben der beiden physikalischen Größen mit den ähnlich klingenden Namen unterschieden. Die Karriere der beiden Begriffe Energie und Entropie begann im 19. Jahrhundert...
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