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Smartphone-Flaggschiffe werden immer mächtiger

Welche Geräte lohnen sich wirklich?

Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Für viele ersetzt es die Digitalkamera und mittlerweile auch fast den Computer oder Laptop, vor allem auch da die High-End-Geräte sehr leistungsfähig geworden sind. Aber der Nachteil der besonderen Leistungsfähigkeit dieser Geräte kommt mit den steigenden Preisen. Zuletzt angekündigte Flaggschiffe kosten um die 1.000 Euro. Doch nicht jeder benötigt dringend ein solches Handy – wir finden heraus, welche Alternativen es gibt und wie man das richtige Gerät für die eigenen Anforderungen aussucht.

Smartphone im PvP-Modus
Besonders um anspruchsvolle Spiele auf dem Mobiltelefon zu genießen, wird ein leistungsfähiges Gerät benötigt.

Handliche Supercomputer

Mit aktuellen Smartphones kann man die meisten Anwendungen nutzen, die man traditionell eher mit dem PC in Verbindung gebracht hat. HD-Videos, im Web surfen und anspruchsvolle 3D-Spiele sind schon zur Gewohnheit geworden – ein aktuelles Smartphone ist in der Leistung locker vergleichbar mit einem vollständigen Office-PC von vor etwa fünf Jahren:

  • Das aktuelle Samsung Galaxy S10+ kommt mit einem Speichervolumen bis zu einem Terrabyte und bietet dabei einen Arbeitsspeicher von wahlweise acht oder sogar 12 GB.  
  • Apples Luxus Smartphone iPhone XS Max kommt auf einen Speicher von gut einem halben Terrabyte und einem Arbeitsspeicher von vier GB.
  • Mit im Rennen ist auch das Mate 20 Pro von Huawei. Der interne Speicher von bis zu 256 GB lässt sich hier erweitern. Das Gerät bietet bis zu acht GB Arbeitsspeicher.

Diese Leistungsfähigkeit geht natürlich auch oftmals einher mit einem höheren Preis für das entsprechende Endgerät – die Kosten von High-End-Smartphones sind über die letzten Jahre langsam aber stetig gestiegen. So kostet das Galaxy S10+ mit dem riesigen Speicher derzeit rund 1.500 Euro. Das iPhone XS Max ist mit der größten Speicherversion ab etwa 1.130 Euro erhältlich. Das Mate 20 Pro ist mit einem Einstiegspreis von knapp 700 Euro noch vergleichsweise günstig.

Was sollte Einfluss auf die Kaufentscheidung haben?

Der Smartphone-Markt ist stark umkämpft. Durch den großen Druck, der durch die vielen Konkurrenten entsteht, sind die Kosten für die jeweiligen Preisklassen zumeist sehr fair und ausgeglichen. Daher sollten Nutzer also eher nach ihren eigenen Vorlieben und Anforderungen entscheiden, zu welchem Telefon sie letztendlich greifen. Man sollte vor dem Kauf bedenken, dass das Smartphone heutzutage mehrere Stunden täglich in Verwendung ist, und die Kaufentscheidung somit eine wichtige Investition darstellt.

Also gilt es, das eigene Nutzungsverhalten richtig einzuschätzen. Wer lediglich einige wenige WhatsApp-Nachrichten versendet braucht wohl kaum das gleiche Handy wie ein Poweruser, der beruflich mehrere Fotografie-basierte Social-Media-Kanäle verwaltet. Ob beispielsweise ein Telefon mit einer hochklassigen Kamera benötigt wird lässt sich recht leicht sagen, doch eher undurchsichtige technische Faktoren wie etwa der Arbeitsspeicher machen die Entscheidung etwas schwieriger.

Die Faustregel: Wer verschiedene Anwendungen und Apps gleichzeitig verwenden möchte, sollte auf jeden Fall zu einem Gerät mit mindestens drei Gigabyte Arbeitsspeicher greifen, optimal wären sogar eher noch mehr. Ansonsten kann es bei intensiverer Verwendung zu längeren Ladezeiten und stockender Anzeige kommen. Allerdings gibt es hier Unterschiede bei den Betriebssystemen. So kommen die IOS-Geräte vergleichsweise mit weniger Arbeitsspeicher aus.

Smartphone
Vom Telefon zum vielseitigen Arbeitsgerät: Das Smartphone hat sich über die letzten Jahre zu einem unersetzlichen Begleiter im Job-Alltag entwickelt.

Bei Kauf eines teuren Gerätes

Mit einem neuen Flaggschiff-Smartphone hält man üblicherweise ein absolutes Sorglos-Paket in den Händen, das einen ungeachtet der Verwendungszwecke kaum im Stich lässt. Zumeist entsprechen fast alle Aspekte der Ausstattung dem „State of the Art“. Wer sich dann letztendlich für ein so leistungsfähiges Gerät entscheidet, muss sich bewusst sein, dass man ständig mehrere hundert Euro mit sich trägt. Pfleglicher Umgang sollte also selbstverständlich sein.

Um auf der sicheren Seite zu sein, ist eine Versicherung durchaus zu empfehlen. Diese lässt sich direkt beim Kauf bzw. Vertragsabschluss hinzufügen, kann jedoch bei Drittanbietern auch nachträglich abgeschlossen werden. Pflege- und Schutzmittel wie Hüllen oder Displayfolien können gegen Kratzer und kleinere Schäden vorbeugen.

Eine weitere Entscheidung betrifft ebenfalls den Nutzungsumfang: Der Vertrag bzw. Tarif entscheidet darüber, wie stark das Potential des Gerätes tatsächlich genutzt werden kann. Es sollte also auch der individuell passende Tarif gefunden werden – ein Spitzenhandy mit einem günstigen Vertrag ohne LTE macht äußerst wenig Sinn. Natürlich sollte dieser Faktor schon in die Kaufentscheidung mit einfließen, da es auch den effektiven Kostenpunkt beeinflusst.

Alternativen zu den Mega-Handys

Wie bereits erwähnt muss nicht jeder dringend zu den höherklassigen Smartphones der vorherrschenden Hersteller greifen. Auch für anspruchsvollere Nutzer gibt es sinnvolle Alternativen in unterschiedlichen Preisbereichen, die verschiedene Features versprechen:

Flaggschiffe von Alternativ-Herstellern

Einige Hersteller bieten Geräte an, die in ihrer Leistungsfähigkeit den „ganz Großen“ in kaum etwas nachstehen, jedoch preislich etwas niedriger angesiedelt sind:

  • OnePlus ist eine dieser Marken, die bereits ab 500 Euro hervorragende Telefone anbieten. Das OnePlus 6 Modell ist in einer Ausstattung mit 256 GB Speicher und einem Arbeitsspeicher von acht GB für etwas mehr als 600 Euro erhältlich. Mit abgespecktem Speicher (128 GB) kostet es rund 570 Euro. 
  • Ursprünglich in Europa nicht vermarktete „China-Handys“ wie beispielsweise Xiaomi gehören ebenfalls in diese Kategorie. Das hier inzwischen erhältliche Modell Mi 9 bietet maximal 128 GB Speicher und einen Arbeitsspeicher von sechs GB bereits für knapp 500 Euro.

Mittelklasse-Handys

Diese Geräte sind entweder von Herstellern, die sich auf diesen Bereich konzentrieren, oder die „abgespeckten“ Varianten der Aushängeschilder von den großen Marken. Für etwa 180 bis 350 Euro gibt es so schon recht leistungsfähige Handys, die nur in einzelnen Aspekten wie Arbeitsspeicher, Kamera oder ähnlichem deutlich nicht so leistungsstark sind.

Wer seine Ansprüche sehr gut einschätzen kann, kann in diesem Bereich häufig ein tolles Schnäppchen machen. Die jeweiligen Unterschiede, auf welche Features sich konzentriert wird, fallen hier recht groß aus – es lohnt sich also, vor der Kaufentscheidung sorgfältig zu vergleichen. Passende Beispiele finden sich von verschiedenen Herstellern:

  • Das chinesische Gerät Honor 8X für rund 250 Euro
  • Das Motorola Moto G7 Power für etwas mehr als 200 Euro
  • Das HTC U12 life für knapp unter 250 Euro

Gebrauchte Handys - sinnvoll?

Insbesondere ältere Modelle von Apple halten ihren Wert recht gut, und sind auch ein paar Jahre nach Veröffentlichung noch sehr gut nutzbar. Gleiches gilt für die höherklassigen Android-Hersteller. Wenn man nicht dringend alle neuesten Features sofort will, kann dies eine empfehlenswerte Wahl sein.

Achtung: Aufgrund der eventuell ablaufenden Garantie kann hier eine Versicherung besonders zu empfehlen sein.

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