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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

essen

das Essen einnehmen/zu sich nehmen, Nahrung aufnehmen, speisen, tafeln, dinieren, die Mahlzeit/ein Diner einnehmen, Tafel halten, beim Mahle sitzen, verzehren, sich nähren, sich ernähren, zugreifen, zulangen, zusprechen, sich einverleiben, sich bedienen, sich stärken, sich laben, schmausen, sich nicht nötigen lassen, sich zuführen, schwelgen, schlemmen, prassen, sich zu Gemüte führen, den Hunger stillen, genießen; ugs.: futtern, spachteln, schlingen, mampfen, knabbern, picken, schnabulieren, präpeln, verdrücken, verputzen, vernaschen; österr.: pampfen, habern; derb: fressen, sich vollfressen, reinhauen, herfallen über, sich den Bauch/Wanst vollschlagen, stopfen

essen: Zwischen genießen und fressen

Die verschiedenen Synonyme für Nahrung aufnehmen bezeichnen unterschiedliche Formen des Essens und sagen dabei zugleich etwas über die Manieren des Essenden. Zugreifen und zulangen sind ebenso neutrale Ausdrücke wie sich bedienen, den Hunger stillen und Formulierungen wie eine Mahlzeit einnehmen oder gehobene Ausdrücke wie zusprechen oder verzehren.
Die ebenfalls gehobenen Verben speisen, tafeln und dinieren beschreiben ein festliches und vornehmes Essen. Während dinieren und soupieren in der Regel ein abendliches Essen bezeichnen, bezieht sich frühstücken auf das Essen am Morgen. Sich stärken steht für essen nach einer kräftezehrenden Anstrengung. Genießen ist genauso wie das dichterische sich laben eine kultivierte Form des Essens. Schlemmen bedeutet gut und reichlich essen, während bei prassen das Gute in ein Zuviel umschlägt.
Wie naschen steht das umgangssprachliche Wort picken für wenig und ausgewählt essen; knabbern bedeutet in kleinen Bissen essen und impliziert ebenfalls, dass es sich um eine geringe Menge handelt. Schnabulieren ist ein veralteter Ausdruck für genussvoll essen (das Wort ist eine latinisierte Form von »Schnabel«). Spachteln heißt kräftig und mit Appetit essen. Verdrücken weist zusätzlich darauf hin, dass viel gegessen wird. Verputzen bedeutet »restlos aufessen«. Das lautmalende Wort mampfen bezieht sich auf essen mit vollen Backen und verrät ebenso schlechte Tischmanieren wie das Wort schlingen, das gieriges Essen bedeutet.
Scherzhafte Ausdrücke für viel essen sind futtern und vertilgen. Zu den derben Wörtern gehört fressen. Die Vokabel, welche die Nahrungsaufnahme von Tieren beschreibt, bedeutet auf Menschen gemünzt, dass diese viel, gierig und unfein essen. Das gilt auch für die Wendungen sich den Bauch/Wanst vollhauen/vollschlagen und sich vollstopfen.
Die Wendung essen gehen bedeutet, zum Essen in eine Gaststätte gehen. Die Redensart selber essen macht fett besagt: Wenn man nichts hergibt, wird man reich.
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