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Woher kommt der Spruch »Arbeit macht frei«?

»Arbeit macht frei« - dieser zynische Spruch prangte über den Eingangstoren der Konzentrationslager Auschwitz, Dachau, Sachsenhausen und Flossenbürg. Der Lagerkommandant des Auschwitzer Konzentrationslagers, Rudolf Höss, hatte es dort anbringen lassen. Wohl weniger als falsches Versprechen für die Häftlinge, dass sie eine Chance auf ihre Freiheit durch Arbeit hätten, sondern ausschließlich als blanke Verhöhnung.

Eine ähnlich deutliche Verhöhnung der KZ-Häftlinge findet sich am Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald: »Jedem das Seine«. Mehr als 50 000 Menschen starben während des zweiten Weltkrieges in Buchenwald. Die bis ins 19. Jahrhundert gebrauchte positive Redewendung stand ursprünglich für Freiheit, Toleranz, Selbst- und Fremdachtung. Erst die Verwendung bei den Nationalsozialisten pervertierte das Diktum zum Symbol höchster Menschenverachtung.

Beide genannten Sprüche haben daher heute einen stark emotionalen oder polemischen Beigeschmack.

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