Wahrig Herkunftswörterbuch
beste: zum Besten geben
Aus dem Bereich der Wettspiele stammt die Redensart etwas zum Besten geben „etwas zur Unterhaltung darbieten“. Das Beste nannte man den Preis, den der beste Mann, der Sieger, beispielsweise beim Schießen bekommen sollte – eine Bedeutung, die auch bei Goethe und Schiller noch anzutreffen ist, wenn sie sich historischer Stoffe annehmen. Dementsprechend bedeutet zum Besten geben ursprünglich „als Siegprämie aussetzen“, später „einen (großen) Kostenbeitrag beisteuern“. Während die übertragen gebrauchte Wendung danach zunächst nur bedeutete, dass jemand einen wichtigen oder erfreulichen Unterhaltungsbeitrag (zum Beispiel in Form eines Liedes) leistete, so trifft man heute auch die Bedeutung „etwas Unerwünschtes, Unqualifiziertes zur Diskussion beitragen“ an. Der Preis für den besten Schützen heißt übrigens noch heute in Bayern und Tirol das Best, während man in Norddeutschland den Schützenkönig gelegentlich als Bestemann bezeichnet.
Wissenschaft
Eine Fliege für die Forschung
Die Taufliege Drosophila melanogaster ist ein winziges Tier – mit großem Potenzial für die Wissenschaft. Genetiker, Krebsforscher und Neurowissenschaftler untersuchen seit rund 120 Jahren an ihr, wie das Gehirn Verhalten steuert. Und sie hat noch nicht ausgedient. von TIM SCHRÖDER Wer Obst im Sommer offen herumstehen lässt, merkt...
Wissenschaft
Antarktis: Mehr Stürme durch schmelzendes Meereis
Lange galt das antarktische Meereis als relativ robust, doch inzwischen nagt auch an ihm der Klimawandel. Im Februar 2023 erreichte das Meereis rund um den Südkontinent die geringste Ausdehnung seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980. Eine Studie zeigt nun, wie sich der Verlust dieser Eisdecke auf das Klimasystem auswirkt....
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