Wahrig Herkunftswörterbuch
beste: zum Besten geben
Aus dem Bereich der Wettspiele stammt die Redensart etwas zum Besten geben „etwas zur Unterhaltung darbieten“. Das Beste nannte man den Preis, den der beste Mann, der Sieger, beispielsweise beim Schießen bekommen sollte – eine Bedeutung, die auch bei Goethe und Schiller noch anzutreffen ist, wenn sie sich historischer Stoffe annehmen. Dementsprechend bedeutet zum Besten geben ursprünglich „als Siegprämie aussetzen“, später „einen (großen) Kostenbeitrag beisteuern“. Während die übertragen gebrauchte Wendung danach zunächst nur bedeutete, dass jemand einen wichtigen oder erfreulichen Unterhaltungsbeitrag (zum Beispiel in Form eines Liedes) leistete, so trifft man heute auch die Bedeutung „etwas Unerwünschtes, Unqualifiziertes zur Diskussion beitragen“ an. Der Preis für den besten Schützen heißt übrigens noch heute in Bayern und Tirol das Best, während man in Norddeutschland den Schützenkönig gelegentlich als Bestemann bezeichnet.
Wissenschaft
Astronomen finden Biomolekül-Vorstufen in protoplanetarer Scheibe
Die Vorstufen wichtiger Biomoleküle wie Aminosäuren und DNA könnten aus dem Weltall gekommen sein – das vermuten Astronomen schon länger. Ein neuer Fund in der protoplanetaren Scheibe eines Jungsterns stützt dies nun. In der rotierenden Gas- und Staubscheibe um den rund 1305 Lichtjahre entfernten Protostern V883 Orionis haben...
Wissenschaft
Fisch statt Kuh
Um die wachsende Weltbevölkerung satt zu bekommen, ist Fisch besser geeignet als Fleisch. Liefern könnten ihn Aquakulturen, deren Produktion in den letzten 50 Jahren global von 2 Millionen auf über 80 Millionen Tonnen gestiegen ist. von HARTMUT NETZ Im Vergleich zur Haltung von Hühnern, Rindern oder Schweinen ist die Fischzucht...