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Der erste Schritt weg von der Armut

Selbstbestimmte Entwicklungshilfe

Wenn die Ferien vor der Tür stehen, sind sie bestens gelaunt: Schüler und Schülerinnen. Und dabei ist der Schulbesuch echter Luxus! Denn nach wie vor ist es besonders in Ländern der Dritten Welt eher eine Ausnahme, wenn Kinder regelmäßig eine Schule besuchen und eine gute Ausbildung erhalten. Wir stellen Ihnen die 63-jährige Comfort Amofah vor, die die Errichtung einer sogenannten Microschool in Zentralghana selbst in die Hand nahm. Und was der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus damit zu tun hat, verraten wir auch.

Es begann mit 150 Euro

Comfort Amofah: Eine Microschool-Gründerin
Mit einem Kleinkredit von 150 Euro kaufte die Witwe Comfort Amofah erst einmal Bretter, aus denen sie die Klassenräume errichtete. Ein Jahr später bekam sie einen weiteren Kleinkredit und bezahlte den notwendigen Zement für das Fundament. In zwei Jahren errichtete sie mit ihren eigenen Händen fünf Klassenräume, die von den Kinder aus der umliegenden Gegend von Bonuso, einem kleinen Dorf in Zentralghana, besucht wird. Heute werden in der Schule rund 200 Schüler und Schülerinnen unterrichtet, deren Eltern pro Monat umgerechnet einen Euro (zwei Cedis) Schulgeld zahlen müssen. Wer kein Geld hat, kann in der Schule helfen und beispielsweise für die Mahlzeiten sorgen, die die Kinder jeden Tag frisch zubereitet bekommen. Die Microschools ermöglichen es damit auch Kindern aus armen Verhältnissen, eine gute Ausbildung zu bekommen. Denn der Weg zu den staatlichen Schulen ist für die Kinder aus armen Familien oft zu teuer und zu weit.

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Ute Becker, wissen.de
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