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Eine Idee wird 100

Die meisten Kinder in Deutschland machen ihre Erfahrungen mit Stockbetten und Hagebuttentee aus Blechkannen bereits in der Grundschule. Doch Jugendherbergen sind längst auch für ältere Reisende und Familien attraktiv geworden. Doppel- oder Vierbettzimmer mit eigener Dusche und WC verheißen den für die Ansprüche dieser Reisenden wichtigen Hauch von Intimität. Maßgeschneiderte Pakete für die jeweilige Stadt oder Region machen die Mischung aus Abenteuer, Unterhaltung, Kultur und Aktivitäten komplett. 

Richard Schirrmann gilt als Vater der Jugendherbergsbewegung. Er wünschte sich im Jahre 1909, als er selbst mit Schülern wandern war, „zweckmäßige und ausreichende Herbergen für das gewaltige Heer der Volksschüler“ (aus: www.jugendherberge.de) – eine Idee mit Zukunft. Allein für 2007 meldete das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) mehr als 10 Millionen Übernachtungen. In 2009 feiert die Idee ihren 100. Geburtstag.

von Michaela Wetter, wissen.de


Erwachsene, die eine Jugendherberge betreten, werden unweigerlich in ihre Kindheit und Jugend zurückversetzt. Die Erinnerungen an den Geruch von frisch gewischten Böden, an eiskaltes Leitungswasser bei der Morgentoilette vermischen sich mit denen an erste, heimliche Küsse auf den Fluren, lustige oder sogar gemeine Streiche und Lagerfeuer-Romantik. Ein bisschen Gruppenzwang war immer dabei, aber vor allem viel Spaß bei Wanderungen und kleinen sportlichen oder Geschicklichkeits-Wettkämpfen.

Jugendherbergen sind flächendeckend in ganz Deutschland zu finden. Die knapp 600 Häuser sind organisiert im Deutschen Jugendhilfswerk, das wiederum vernetzt ist mit weltweit mehr als 4000 Jugendherbergen.

 

 

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