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Fruchtige Vitaminbomben: Fruchtsäfte bringen den Sommer zurück

Ob Apfel, Birne oder Kirsche, ob exotisch oder regional: Fruchtsaft liefert Vitamine und ist gesund. Gerade jetzt im Herbst und Winter sind diese süffigen Gesundmacher daher besonders beliebt. Aber Saft ist längst nicht gleich Saft. Worauf muss man achten, damit das Richtige ins Glas kommt? Und wie macht man frische Säfte selbst?
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Nicht die Fruchtart, sondern der Fruchtgehalt macht's
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Deutsche sind die führende Saftnation: Jeder von uns trinkt 33 Liter Fruchtsaft pro Jahr. Dabei sind die Klassiker Apfel- und Orangensaft am beliebtesten, aber auch Saft aus Ananas, Grapefruit oder Traube kommt häufig ins Glas. Im Trend liegen in den letzten Jahren außerdem regionale Obstsäfte etwa aus Rhabarber, Kirsche, Birne oder Quitte, die vor allem in kleinen privaten Keltereien erzeugt werden.

Aber wie viel Frucht steckt wirklich drin im Saft? Hier lohnt ein Blick aufs Etikett, denn schon hinter feinen sprachlichen Nuancen verbergen sich große Unterschiede. Bezeichnungen wie Fruchtsaft, Fruchtnektar oder Fruchtsaftgetränk geben einen deutlichen Hinweis auf den Fruchtgehalt in der Flasche.

Nur Fruchtsaft hat 100 Prozent Frucht

Fruchtsaft besteht zu 100 Prozent aus Frucht und enthält weder Farb- noch Aroma- oder Konservierungsstoffe und keine zusätzliche Süße. Nur bei Multivitaminsäften ist der Zusatz einiger Vitamine erlaubt. Diese "echten" Säfte können mit zwei unterschiedlichen Verfahren gewonnen werden. Beim sogenannten Direktsaft wird der ausgepresste Saft gefiltert, zur Haltbarmachung pasteurisiert und abgefüllt.

Beim Fruchtsaft aus Konzentrat wird aus dem gepressten Saft zunächst ein Konzentrat und Fruchtaroma gewonnen und nach Deutschland transportiert. Dort werden beide Komponenten mit Wasser rückverdünnt und als "Fruchtsaft aus Konzentrat" verkauft. Besonders bei langen Transportwegen wie etwa bei Säften von anderen Kontinenten ist dies ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Der Transportaufwand ist deutlich geringer. Im Geschmack schneidet Direktsaft etwas besser ab, wobei die Qualitätsunterschiede bei beiden Verfahren insgesamt gering sind.

Nektar und Saftgetränke sind Mischungen

Fruchtnektare sind Mischungen aus 25-50 Prozent Fruchtsaft, Wasser und bis zu 20 Prozent Zucker. Der Fruchtanteil kann dabei je nach Obstsorte schwanken: Während der Fruchtsaftgehalt in einem Fruchtnektar aus Äpfeln mindestens 50 Prozent betragen muss, muss er bei einem Nektar aus Bananen nur 25 Prozent oder bei einem aus Sauerkirsche nur 35Prozent  betragen", erklärt  Andreas Daxenberger, Lebensmittelexperte bei TÜV SÜD.

Am wenigsten Früchte enthalten die Fruchtsaftgetränke. In ihnen sind nur mindestens sechs Prozent Frucht enthalten. Der Rest sind Wasser, Zucker, Aromen und Säuerungsmittel.

Wie lange ist Fruchtsaft haltbar?

Ist eine Saftflasche oder ein Karton geöffnet, hält er sich im Kühlschrank noch etwa eine Woche. Wichtig: Nach jedem Ausgießen sollte die Flasche wieder gut verschlossen werden, damit keine zusätzlichen Pilzsporen und Bakterien hineingelangen. Auch das aus der Flasche trinken ist bei Obstsaft absolut tabu. Zum einen wegen der dadurch leicht übertragbaren Erkältungsviren. Zum anderen wegen der Keime, die selbst zum schnellen Verderb des Saftes beitragen können. Bilden sich Bläschen oder Schlieren, riecht der Saft muffig oder säuerlich, so ist er nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Ideal zum Selbermachen
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Am besten ist es selbst gepresst

Wer es ganz frisch mag, der kann sich auch selbst Fruchtsaft herstellen. Dafür braucht man nur eine Saftpresse oder einen Entsafter, zur Not geht aber auch der Mixer und sogar einfach nur ein Sieb. Am einfachsten geht es mit Orangen oder Grapefruit, die geben ihren Saft sehr leicht in der Saftpresse ab. Weintrauben und ähnliches Obst kann man sogar einfach durch Zerstampfen in einem Topf zu Saft verarbeiten. Einfach die zerkleinerte Masse durch ein Tuch sieben und schon ist der herrlich süße Saft fertig.

Wer keine Saftpresse hat, kann sich auch mit einem Mixer oder Pürierstab behelfen: Einfach die grob zerkleinerten Obststückchen ohne Kerne, Schalen und sonstige Anhänge damit pürieren und dann entweder als Smoothie genießen oder aber durch ein feines Sieb oder ein Tuch abseihen.

Für alle selbstgemachten und kaltgepressten Säfte gilt aber, dass die Früchte auf jeden Fall sauber, voll ausgereift und frei von Fäulnisstellen sein müssen, bevor sie verarbeitet werden. Weil der Saft nicht erhitzt wird, hält er sich außerdem nur kurze Zeit, er sollte daher am besten ganz frisch zubereitet und gleich getrunken werden.

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