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Der Präsident des Landgerichts Verden an der Aller setzt den Prozess gegen einen des Mordes angeklagten Mann aus. Nach Ansicht des Richters ist die vom Strafgesetzbuch für diese Tat vorgeschriebene lebenslange Freiheitsstrafe verfassungswidrig. Mit der Verfahrensaussetzung will der Richter eine Wiederaufnahme des Falles beim Bundesverfassungsgericht erzwingen. Ein Argument des Juristen lautet, dass bereits eine Haftzeit von 15 oder 20 Jahren den Täter psychisch vernichte, was eine Verletzung der im Grundgesetz für unantastbar erklärten Menschenwürde bedeute.