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Krankheiten erkennen und behandeln – das übernimmt die Krankenkasse

Regelmäßige Kontroll- und Vorsorgebesuche beim Arzt können helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Krebs, Diabetes oder andere Krankheitsbilder treten häufig mit verschiedenen Symptomen auf und können heutzutage dank des medizinischen Fortschritts bei frühzeitiger Erkennung gut behandelt werden. Aber welche Leistungen werden überhaupt von der Krankenkasse übernommen? Bestehen Unterschiede zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung, wenn es um die Qualität der Vorsorgeuntersuchungen geht? Hier gibt es Aufschluss

Symbolbild medizinischer Notfall
Krankheiten frühzeitig erkennen: Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei und werden von der KV gezahlt.

Krebs vorzeitig erkennen: Diese Leistungen bieten PKV und GKV

In den letzten Jahren hat sich Krebs zu einer der häufigsten Krankheiten entwickelt. Die Früherkennung spielt eine wesentliche Rolle, um den Krankheitsverlauf zu minimieren oder die Krankheit vollständig zu heilen.

Vorsorgeuntersuchungen sind für die Früherkennung deshalb besonders wichtig. Damit die Erkennung möglichst frühzeitig erfolgt, gibt es zahlreiche Vorsorgeuntersuchungen, welche von GKV und PKV getragen werden. Ab einem Alter von 20 Jahren können Frauen sich beispielsweise jährlich auf Gebärmutterhalskrebs untersuchen lassen. Auch die Untersuchung der Brust ist für Frauen ab 30 Jahren als Vorsorge kostenfrei möglich.

Frauen ab 50 Jahren erhalten alle drei Jahre das Mammo­graphie-Screening. Die Ganzkörperuntersuchung der Haut gehört ebenfalls zur wesentlichen Vorsorge, um frühzeitig Hautkrebs zu erkennen. Möglich ist sie für Frauen und Männer ab 35 Jahre (Quelle: Krankenversicherung.net). Die GKV bietet viele Vorsorgeuntersuchungen völlig kostenlos, die im Normalfall auch bei der PKV angeboten werden. Die PKV hat aber einige Vorzüge, abhängig vom gewählten Tarif sowie Versicherungsanbieter können sich die Altersgrenzen verschieben, sodass auch jüngere Versicherungsnehmer in den Genuss der kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen kommen können.

Medikamente: Helfen nur Pharmazeutika oder bietet auch die Natur gute Heilmittel?

Bei der Behandlung der Krankheiten setzen viele Ärzte längst nicht nur auf klassische Pharmazeutika, sondern nutzen immer häufiger die Kraft der Natur. Auch hier bestehen deutliche Unterschiede, welche Medikamente von PKV und GKV übernommen bzw. bezuschusst werden. Eine Behandlung durch den Heilpraktiker und mit homöopathischen Mitteln wird beispielsweise von vielen PKV-Tarifen übernommen bzw. durch eine Zusatzversicherung abgedeckt.

Anders bei der GKV, denn hier werden Homöopathie-Behandlungen erfahrungsgemäß nicht übernommen. Die Nachfrage bei der GKV kann allerdings dabei helfen, dass eine freiwillige anteilige Übernahme für die Basiskosten bei bestimmten homöopathischen oder osteopathischen Leistungen erfolgt.

Symbolbild gesunde Ernährung
Auch die Gesundheit geht durch den Magen.

Tipps für eine verbesserte Gesundheit, die nichts kosten

Schon Arthur Schopenhauer wusste: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Wer auf seinen Körper und sein Wohlbefinden achtet, kann einigen Krankheiten vorbeugen bzw. deren Verlauf mildern.

1. Auf Magen und Darm achten

Bekanntermaßen geht nicht nur Liebe, sondern auch die Gesundheit durch den Magen. Wer darauf achtet, dass sein Magen und die Darmflora intakt sind und vor allem wertvolle Lebensmittel zuführt, hat einen wichtigen Meilenstein bei seiner Gesundheitsvorsorge getan. Wichtig ist es, speziell die zuckerhaltigen Lebensmittel zu reduzieren oder bestenfalls vollständig durch gesunde zu ersetzen.

2. Ausreichend Wasser trinken

Nicht nur die richtige Nahrung, sondern auch ausreichend Flüssigkeit sind essenziell für einen gesunden Lebensabend. Abhängig von der körperlichen Anstrengung sollte jeder 1,5 bis 2,5 l trinken. Wer sich viel bewegt und regelmäßig Sport treibt, hat natürlich einen höheren Bedarf, denn durch das Schwitzen werden wichtige Salze und Mineralien ausgeschieden. Deshalb ist es wichtig, diese durch Flüssigkeits- und Mineralienzufuhr zu ersetzen.

3. Stress meiden

Stress wirkt sich auf vielfältige Weise negativ auf den Körper und das Immunsystem aus. Stress erzeugt eine erhöhte Cortisol-Ausschüttung. Zu viel davon kann zum Muskelaufbau, zur Gewichtszunahme oder zu erhöhter Nervosität führen. Deshalb ist es wichtig, auch bei stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und tief durchzuatmen. Dadurch wird der Blutdruck reguliert und die Körperfunktionen ausbalanciert. Zu viel Stress in Kombination mit Schlafmangel kann ebenso schädlich sein, denn ohne ausreichende Ruhephasen kann sich der Körper nicht regenerieren. Das führt zu gestörtem oder sogar vermindertem Zellwachstum, was für das Immunsystem immense Folgen haben kann.

Behilflich bei der Entspannung können auch Musik oder Hörbücher sowie meditative Inhalte sein. Es gilt, sich bewusst auf die Atmung und den Herzschlag zu konzentrieren. Mittlerweile gibt es einige Apps, die bei der Entspannung helfen und durch (geführte) Meditationen das Stressniveau senken können.

4. Regelmäßige Bewegung

Wer rastet, der rostet. Ein Sprichwort, das tatsächlich seine Daseinsberechtigung hat. Zu wenig Bewegung und überwiegendes Sitzen ermüden das Skelett tatsächlich und lassen die Muskeln verkümmern. Deshalb sind regelmäßige Bewegungsaktivitäten sowie Strecken und Dehnen für einen gesunden Körper besonders wichtig. Wer viel am Schreibtisch arbeitet, sollte sich hin und wieder eine Pause gönnen und kleine Übungen zur Muskelentspannung und zum Dehnen absolvieren. Spaziergänge an der frischen Luft helfen ebenso nicht nur dabei, den Kreislauf in Schwung zu bringen, sondern versorgen den Körper auch mit neuem Sauerstoff.

5. Verzicht auf Nikotin und Alkohol

Nikotin und Alkohol sind in der heutigen Gesellschaft etabliert, für viele ein Genussmittel. Allerdings schädigen diese Stoffe den Organismus nachhaltig. Nikotin kann sich schadhaft in der Lunge absetzen und dort für eine Förderung des Krebsrisikos sorgen. Alkohol lässt den Stoffwechsel außer Kontrolle geraten und deshalb anfälliger für Gewichtszunahme sein. Wer dennoch nicht auf den Genuss von Alkohol und/oder Nikotin verzichten möchte, sollte darauf achten, sein Leben trotzdem so ausgewogen wie möglich zu gestalten. Warum nicht vor dem Gläschen Wein einen kleinen Spaziergang einlegen oder während des Genusses den frischen Salat essen?

6. Vollwertig essen und trinken

Vollwertige Kost ist für einen gesunden Körper besonders wichtig. Es geht darum, die optimale Balance zwischen Kohlenhydraten und Vitaminen zu finden. Empfohlen wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V., dass fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag gegessen werden. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sorgen dafür, dass der Körper alle wichtigen Zusatzstoffe erhält. Wichtig sind auch Vollkornprodukte (beispielsweise Nudeln, Reis oder Brot). Zu viele tierische Produkte können kontraproduktiv für Fitness und Körpergefühl sein. Deshalb wird maximal ein- bis zweimal wöchentlich der Genuss von tierischen Produkten empfohlen. Ein Erwachsener sollte die Menge von 600 g/Woche nicht überschreiten.

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