Lexikon
Afghạnistan
Bildung
Das traditionelle afghanische Bildungssystem basiert auf den Religionsschulen (Madrassas). Seit den 1960er Jahren wurden große Anstrengungen zum Ausbau und zur Modernisierung des Schulwesens unternommen, die jedoch durch den Bürgerkrieg ein Ende fanden. Dieser hinterließ nach 25 Jahren ein zerstörtes Bildungssystem, dazu unterbanden die Taliban ab 1996 den Unterricht für Mädchen. Nach ihrem Sturz wurden im ganzen Land wieder beide Geschlechter unterrichtet, jedoch fehlen in weiten Teilen des Landes – besonders in ländlichen Regionen – Lehrer, Lehrmittel und Schulgebäude. Zwar gibt es eine offizielle und kostenlose Schulpflicht vom 7. bis zum 13. Lebensjahr, aufgrund der fehlenden Bildungsmöglichkeiten ist für einen Großteil der Schulpflichtigen ein geregelter Schulbesuch jedoch nicht möglich.
Die Verfassung von 2004 unterstellt das Bildungssystem einer staatlichen Aufsicht, betont aber die islamische Erziehung. Unterrichtssprachen sind Dari und Parsi; mit jeweils einer deutschen, französischen, englischen und amerikanischen Schule gibt es mehrere internationale Bildungseinrichtungen. Die Universität Kabul ist die älteste im Land (1932 gegründet), sie wurde 2002 wiedereröffnet.
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