Lexikon
Afghạnistan
Wirtschaft und Verkehr
Afghanistan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Schon vor dem Bürgerkrieg war das Land nur wenig entwickelt. Die Kriegszerstörungen und die Flucht von Millionen Menschen haben die Situation noch verschlechtert. Ohne internationale Hilfe sind eine Sicherung der Grundversorgung und ein Wiederaufbau nicht möglich.
Ackerbau und die überwiegend nomadisch betriebene Viehzucht sind die wichtigsten Erwerbsgrundlagen der Menschen. Die Haltung von Ziegen und Schafen spielt eine wichtige Rolle für die Produktion von Fleisch, Wolle und Häuten. Vor allem das Fell der Karakulschafe wird für seine hohe Qualität geschätzt. Der Ackerbau beschränkt sich auf die Täler der ganzjährig oder zumindest zeitweise Wasser führenden Flüsse und Oasen sowie einige Hochländer. Wegen der geringen Jahresniederschläge erfolgt der Anbau in vielen Regionen durch Bewässerung. Doch zahlreiche Bewässerungssysteme sind durch die Kriegsschäden unbrauchbar; viele Anbauflächen liegen brach. Teile des Landes leiden unter fortschreitender Bodenerosion und Verwüstung. Hauptanbauprodukte sind Weizen, Wein, Obst und Baumwolle. Von großer Bedeutung ist der Anbau von Schlafmohn. Der illegale Handel mit Opium ist in einigen Regionen die wichtigste Einnahmequelle. Inoffiziellen Schätzungen zufolge erwirtschaftet Afghanistan etwa 15% seines Bruttoinlandsprodukts durch Drogenhandel.
Die Industrie beschränkt sich im Wesentlichen auf die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Das Karakulschaf liefert Wolle für Teppichknüpfereien und die Textilindustrie. Bodenschätze wie Steinkohle, Erdgas, Kupfer und Lapislazuli werden erst wenig genutzt.
Die gebirgige Landesnatur erschwert den Ausbau des äußerst lückenhaften Verkehrsnetzes. Einige Passstraßen, die jedoch meist oberhalb von 3000 m verlaufen, erleichtern das Überqueren der weitgehend unzugänglichen Gebirgslandschaften. Eisenbahnen fehlen völlig. Von dem weitmaschigen Straßennetz sind nur rund 13% befestigt.
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