Lexikon

Beruf

durch Erfahrung oder Ausbildung erlernte Tätigkeit, die zu anderen Tätigkeiten wirtschaftlich und gesellschaftlich in engster Beziehung steht, sie in der Regel ergänzt und deren Ziel es ist, in der arbeitsteiligen Wirtschaft im weiteren Sinn nützliche Dinge (Güter) und Dienste für die Gesellschaft gegen Entgelt zu schaffen bzw. bereitzustellen. Einen Beruf kann man als Selbständiger oder Unselbständiger (Arbeitnehmer) ausüben. Art 12 des Grundgesetzes garantiert in Deutschland die freie Wahl des Berufs. Die Berufsausübung kann jedoch durch Gesetz geregelt werden. Wenn überwiegende Gründe des Gemeinwohls es erfordern, kann eine bestimmte Berufstätigkeit auch untersagt werden.
Entsprechend der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung differenzieren sich die Berufstätigkeiten und vermehren sich ständig. In Deutschland gibt es z. Z. 25 000. Die staatlich anerkannten rund 400 Ausbildungsberufe sind der Tätigkeitsstruktur entsprechend in 13 Berufsfelder gegliedert. Um die berufliche Mobilität des Einzelnen zu fördern und seinen beruflichen Aufstieg zu sichern, bietet der Staat bei Neigung, Eignung, Leistung und arbeitsmarktpolitischer Zweckmäßigkeit unter Zubilligung eines Rechtsanspruchs finanzielle Hilfen an (Sozialgesetzbuch III, Ausbildungsförderungsgesetz u. a.).

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