Lexikon
Bitterfelder Weg
nach der sog. Ersten Bitterfelder Konferenz im Kulturhaus des elektrochemischen Kombinats Bitterfeld im April 1959 benannter Beschluss, die „Literaturgesellschaft“ der DDR sowohl durch eine Annäherung der Schriftsteller an die praktische Arbeit in Landwirtschaft und Industrie als auch durch eine Annäherung der Arbeiter an die Literatur („Dichter in die Produktion!“; „Greif zur Feder, Kumpel!“) zu fördern. Die geplante Poetisierung der Arbeit und die Gründung des „Literaturinstituts Johannes R. Becher“ 1955 in Leipzig wirkten zwar literaturfördernd, verstellten aber auch den Blick auf formale Kriterien und die künstlerischen Bedürfnisse des nicht nur durch Arbeit definierten Individuums. Kritische Einwände in diesem Sinn erhoben F. Fühmann, E. Strittmatter und C. Wolf auf der Zweiten Bitterfelder Konferenz von 1964, auf der deutlich wurde, dass das Ziel einer Überwindung der Kluft zwischen Literaten und Gesellschaft nicht erreicht werden konnte.
Wissenschaft
Designerbabys aus dem Labor
Viele Bücher und Filme zeigen hochintelligente Menschen mit Superkräften, die mithilfe von Gentechnik geschaffen wurden. Das bleibt Fiktion – aber therapeutische Eingriffe sind möglich. von RAINER KURLEMANN Mary Shelleys Roman „Frankenstein“ hat vor 200 Jahren das Denken der Menschen verändert. Er erzählt die Geschichte des...
Wissenschaft
Die Sonne scheint bei Tag und Nacht
Noch immer holen wir uns die Energie für unsere Stromerzeugung zu einem viel zu großen Teil aus fossilen Stoffen. Dabei haben wir doch die Sonne. Die leuchtet seit mehr als 4,5 Milliarden Jahren – und wird das auch noch weitere fünf bis sechs Milliarden Jahre lang so tun. Tag für Tag schickt sie uns deutlich […]
Der...