Lexikon
Bor
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das; persisch, arabisch, lateinisch
]chemisches Element, Zeichen B, Ordnungszahl 5, Atommasse 10,81, Schmelzpunkt 2100 °C, Siedepunkt 2550 °C, tritt in 6 Modifikationen auf, darunter: Bor II, rote Modifikation, Dichte 2,36; α-Bor, ebenfalls rot, Dichte 2,46; β-Bor, grau-schwarz, Dichte 2,35. Bor kommt in der Natur nur in Form von Bor-Sauerstoffverbindungen vor. Wichtige Bormineralien sind Borax oder Tinkal, Ulexit, Boracit und Kernit. Letzteres ist das wichtigste Ausgangsmineral für die Produktion von Borsäure, H3BO3 (Verwendung u. a. in kosmetischen Präparaten, besitzt jedoch nur ungenügende antiseptische Wirkung) und Borax (Verwendung für Steingutglasuren u. a.). – Das Element wird z. B. als Legierungsbestandteil in Borstählen und in elektronischen Bauelementen eingesetzt.
Geschichte
Das Element wurde 1808 erstmals von H. Davy und gleichzeitig unabhängig von ihm auch von L. J. Thenard und J. L. Gay-Lussac dargestellt. Reines, kristallines Bor konnte jedoch erst rund 100 Jahre später gewonnen werden.
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