Lexikon

Brụno

Bruno, Giordano Filippo
Giordano Filippo Bruno
Giordano, italienischer Philosoph, * 1548 Nola, † 17. 2. 1600 Rom (als Ketzer verbrannt); bis 1576 Dominikaner, führte nach seiner Flucht aus dem Orden ein ruheloses Wanderleben durch Frankreich, England und Deutschland, bis er in Venedig 1592 von der Inquisition verhaftet wurde. Bruno war einer der großen Denker der Renaissance. Er erweiterte die Hypothese des Kopernikus zur Weltanschauung („Vom unendlichen All und den Welten“ 1584) und vertrat einen metaphysischen Pantheismus, der für das moderne Lebensbild (Herder, Goethe, Schelling) wegweisend wurde. Er vollzog die Trennung von Philosophie und Theologie und brach völlig mit der römischen Kirche. Seine zahlreichen Schriften, meist Dialoge, sind als Zeitgemälde ebenso wertvoll wie durch ihren Gedankengehalt.
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