Lexikon
demokrạtische Parteien
politische Parteien, die mit dem Aufkommen der westlichen Verfassungsstaaten entstanden, zuerst in den nordamerikanischen Staaten, dann während der Französischen Revolution.
In Südwestdeutschland entwickelten sie sich mit den Verfassungsbewegungen nach 1815, in Preußen seit der Revolution von 1848. Im preußischen Abgeordnetenhaus der Restaurationszeit hielt sich eine sehr aktive demokratische Gruppe. Aus ihr ging dann 1861 die Fortschrittspartei hervor (Fortschritt und Freisinn). Im Kaiserreich vertraten neben der Fortschrittspartei der linke Flügel des Zentrums und die SPD demokratische Ansichten. In der Weimarer Republik standen SPD, Zentrum, DDP und ein Teil der Bayerischen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei (von kleineren Parteien abgesehen) auf dem Boden der Demokratie. In der Bundesrepublik Deutschland bekennen sich alle zugelassenen Parteien zumindest formal zum demokratischen Gedanken.
Wissenschaft
Die Direktorin der Dinge
„In der Natur nimmt die Entropie die Rolle des Direktors ein, die Energie aber nur die eines Buchhalters.“ So hat der große Physiker Arnold Sommerfeld einmal die Aufgaben der beiden physikalischen Größen mit den ähnlich klingenden Namen unterschieden. Die Karriere der beiden Begriffe Energie und Entropie begann im 19. Jahrhundert...
Wissenschaft
Relativistisch genau – Atomuhren messen Höhenunterschiede
Albert Einstein sagte voraus, dass die Zeit auf Bergen oder sonstigen Erhebungen schneller vergeht als im Tal – schuld sind die höhenbedingten Unterschiede in der Erdschwerkraft. Jetzt ist es Physikern gelungen, den winzigen Effekt der gravitativen Zeitdehnung für die Höhenmessung selbst weit voneinander entfernter Orte zu nutzen...