Lexikon
Entwicklung
Philosophie
ursprünglich „Entrollung“ [lateinisch evolutio], nämlich einer Buchrolle, oder „Entfaltung“ [lateinisch explicatio], nämlich eines Begriffs, Gedankens bzw. der Welt, sofern sie als Selbstentfaltung Gottes verstanden wird. Der Gedanke der Selbstentwicklung des Lebens zu immer größerer Vollkommenheit hat seinen Ursprung in der Renaissance und erreicht im deutschen Idealismus seinen Höhepunkt; das gilt insbesondere für Hegels dialektischen Entwicklungsbegriff, der die Selbstentfaltung des Göttlichen in der Welt, die Selbstentwicklung des Lebendigen zum Göttlichen sowie die schöpferische Darstellung des Weltprozesses in sich schließt.
Gegenüber diesem metaphysischen Entwicklungsbegriff wurde er im 19. Jahrhundert zu einem beherrschenden Prinzip der Naturwissenschaften. Darwin deutete Entwicklung als fortlaufende Anpassung an die Bedingungen der Umwelt, H. Spencer als Übergang von unzusammenhängender Gleichartigkeit in zusammenhängende Ungleichartigkeit.
Wissenschaft
Wie Wärmepumpen das Stromnetz schonen
Eine wachsende Zahl von Wärmepumpen wird den Stromverbrauch deutlich steigen lassen. Durch trickreiche Techniken lässt sich gewährleisten, dass dennoch keine Überlastung der Versorgungsnetze droht. von TIM SCHRÖDER Gerade einmal fünf Grad hat das Wasser im Rhein bei Mannheim in der Winterzeit. Nach menschlichem Empfinden ist das...
Wissenschaft
Multitalent Zunge
Was die Zunge zu einem der vielseitigsten Organe im menschlichen Körper macht, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Die Zunge kann man getrost als Multitalent bezeichnen. Als einziger Muskel unseres Körpers arbeitet sie vollkommen ohne Unterstützung des knöchernen Skeletts und ist deshalb so beweglich wie kein anderer ihrer 655 über...