Lexikon
Film
[englisch Häutchen]
Herstellung eines Spielfilms
Vorbereitung (Preproduction):
Die Verantwortung für die Realisierung eines Filmprojekts liegt in der Regel bei einem Produzenten (bzw. bei einer Produktionsgesellschaft), der die Finanzierung, die Auswahl der beteiligten Personen sowie die Drehbuchentwicklung wesentlich bestimmt und verantwortet. Aus einem Exposé, dem Abriss einer Filmhandlung, wird das ausführlichere Treatment verfasst. Das Rohdrehbuch legt dann eine präzisere Unterteilung von Regieanweisungen und dem Text der Darsteller vor. Im nächsten Arbeitsgang wird der Regisseur mit der Auswahl der Hauptdarsteller und Fertigstellung des genauen, kurbelfertigen Drehbuchs beauftragt. Die Nebendarsteller werden meistens von einem Casting Director verpflichtet. Die Produktionsfirma (bzw. der Produktionsleiter) arbeitet einen Kostenplan aus, verpflichtet die vorgeschlagenen Darsteller sowie den gesamten Aufnahmestab und stellt einen genauen Drehplan auf.Aufnahme:
Die Dreharbeiten finden im Freien und im Filmatelier (Studio) statt. Der Productiondesigner bzw. Artdesigner konzipiert den visuellen Stil des Sets (Drehort). Dazu gehört der Entwurf von Bauten, Dekor und Requisiten. Szenen, die in gleichen Kulissen spielen, werden ohne Rücksicht auf den eigentlichen Verlauf der Handlung nacheinander abgedreht. Mit Scheinwerfern wird die gewünschte Beleuchtung eingestellt. Der Ton wird in der Regel getrennt von den Bildern auf ein besonderes Band aufgezeichnet.Bearbeitung:
In der Kopieranstalt werden die Negative entwickelt, kopiert und geschnitten. Der Cutter (Schnittmeister) fügt dann die einzelnen Szenen in der richtigen Reihenfolge zusammen (Rohschnitt). Regisseur und Cutter führen am Schneidetisch den Feinschnitt durch. Dabei werden moderne Computerschnittsysteme verwendet. Dialoge sowie Geräusche und Musik werden zusammengeführt. Das Negativ des Feinschnitts wird mit der abgemischten Tonaufzeichnung kombiniert. Danach erfolgen die Vervielfältigung und die Abgabe an den Verleih.
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