Lexikon
Film
[englisch Häutchen]
Im engeren Sinne versteht man unter Film Laufbilder, wie sie im Kino gezeigt und in den genormten Formaten hergestellt werden.
Das Kameraformat wird nach der Breite des verwendeten Films benannt. Die drei bekanntesten Formate sind Super 8, ein Amateurformat für 8-mm Film, das heute fast völlig durch Video ersetzt ist, 35 mm als Standardformat für Spielfilme und 16 mm als Format für Dokumentarfilme und experimentelle Filme, das von Amateuren wie Profis gleichermaßen verwendet wird. Aufgenommen werden in viele Einzelbilder zerlegte Bewegungsvorgänge, deren rascher Ablauf bei der Wiedergabe eine kontinuierliche Bewegung vortäuscht. Dieses Prinzip der Kinematographie (griechisch: „der aufgezeichneten Bewegung“) beruht auf der Trägheit des Auges, das einen Lichteindruck länger festhält, als er besteht (Nachbild), und durch die „Erfahrung des Sehens“, bei der Wiedergabe kontinuierliche Bewegung vortäuscht. J. Tyndall erkannte zuerst, dass der Bewegungseindruck eintritt, wenn dem Auge 16 oder mehr Einzelbilder in der Sekunde dargeboten werden (Persistenz, d. h. Beharrlichkeit, der Gesichtswahrnehmung).
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