Lexikon

Film

[englisch Häutchen]

Technik

Der Kinonegativ-Normal-Film ist 35 mm breit und beiderseits für den Transport durch Zahntrommeln in den Aufnahme- und Wiedergabegeräten perforiert (gelocht). Die nach allen Seiten schwenkbare, auf einem Stativ festgeschraubte Filmkamera fotografiert pro Sekunde 24 Bilder ( = 45,6 cm Filmlänge). Dabei wird der in einer Länge von 300 m auf Vorratstrommeln aufgespulte Film ruckweise transportiert. Während des Stillstands (1/48s) wird belichtet, während des Weitertransports verdunkelt die Umlaufblende (Dunkelsektor). Bei den meisten professionellen Filmen wird der Ton getrennt aufgenommen. Der Ton wird meist elektromagnetisch aufgezeichnet, mit Musik- und Geräuschaufnahmen gemischt, dann in Lichtschwankungen umgesetzt und diese auf einem gesonderten Filmstreifen aufgenommen (Lichtton-Verfahren, Magnetton-Verfahren). Synchronisiert wird die Tonaufnahme mit dem Filmlauf entweder über ein Kabel zwischen Kamera und Tonaufnahmegerät oder durch Synchronisationsimpulse auf Film und Tonband. Die fertigen Kinofilme tragendann in der Regel auf einem Rand die Perforation und auf dem anderen die Tonspur. Eine Erhöhung dieser Aufnahmegeschwindigkeit auf 36, 48 oder 64 Bilder je Sekunde führt zur Zeitdehnung (Zeitlupe), wenn die Wiedergabe mit normaler Bildzahl erfolgt; eine Verminderung (bis zur Einzelbildschaltung in größeren Zeitabständen) führt zur Zeitraffung.
Filmvorführungsmaschine
Filmvorführungsmaschine
Bei der Wiedergabe werden Bildwerfer (Projektor) verwendet, in denen durch eine Zahntrommel der Film aus der oberen Feuerschutztrommel der Filmführung zugeleitet wird. Im Bildfenster wird er angehalten, von einer Spiegelbogen- oder Xenonlampe beleuchtet und auf die Leinwand projiziert. Während des Weitertransports verdunkelt die Umlaufblende. Bei der Tonwiedergabe wird meist das Lichtton-Verfahren, für Stereophonie das Magnetton-Verfahren, verwendet. Von vielen Filmsystemen haben sich mittlerweile nur durchgesetzt: 1. Normalfilm (Bildseitenverhältnis 1: 1,375); 2. derselbe als Breitbildfilm durch „Kaschieren“ (Höhenbeschneidung) und Weitwinkelobjektiv (1: 1,66); 3. derselbe als Breitwandprojektion mit Anamorphot (CinemaScope 1: 2,35); diese alle mit Lichtton; 4. Cinemascope mit Vierfach-Magnetton (1: 2,55); 5. Breitfilm 70 mm mit Sechsfach-Magnetton (Todd-AO 1: 2,2). Schmalfilm.
  1. Einleitung
  2. Technik
  3. Filmarten
  4. Herstellung eines Spielfilms
  5. Filmwirtschaft
  6. Filmproduktion
  7. Filmverleih
  8. Filmvorführung
  9. Filmwirtschaft in Deutschland
  10. Film als Kunstform
  11. Geschichte bis zum Ende des 2. Weltkriegs
  12. Geschichte nach dem 2. Weltkrieg
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