Lexikon
Gewerkschaften
Gewerkvereine; ArbeitergildenEntstehung
Die modernen Gewerkschaften entstanden mit dem industriellen Kapitalismus im 19. Jahrhundert. Sie konnten sich nur im steten Kampf gegen Staat und Gesellschaft durchsetzen, die ihnen feindlich gegenüberstanden. Sie waren zunächst verboten, und der Beitritt war mit Strafe bedroht; Anfang des 19. Jahrhunderts fiel in England das Koalitionsverbot, später auch in Deutschland. Aber der Staat blieb weiter grundsätzlich ablehnend. In den 1860er Jahren wurden die ersten deutschen Gewerkschaften gegründet (Arbeitervereine). Sie gewannen nur langsam an Bedeutung und konnten gegen Ende des Jahrhunderts den Abschluss von Tarifverträgen erreichen. Als berufene Vertretungen der Arbeitnehmerschaft wurden sie zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem Hilfsdienstgesetz 1916 vom Staat anerkannt, von den Arbeitgebern im Zusammenhang mit der Gründung der Zentralarbeitsgemeinschaft im November 1918. Der entscheidende Schritt zu ihrer heutigen Stellung war die Schaffung eines besonderen Tarifrechts im Jahr 1918 und damit die Übertragung der Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen auf die Vereinbarungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern.
Wissenschaft
Wann Dinos warmblütig wurden
Auch einige Vertreter der Dinosaurier konnten wohl schon ihre Körpertemperatur regulieren und vererbten diese Fähigkeit an die Vögel. Wann es zu dieser bahnbrechenden Entwicklung gekommen sein könnte, beleuchtet nun eine Studie. Demnach könnten zwei Gruppen der Dinosaurier vor etwa 180 Millionen Jahren die Warmblütigkeit...
Wissenschaft
Innen und außen bitter: Geschmacks-Rezeptor hat zwei Bindestellen
Bitteren Geschmack nehmen wir mit Hilfe einer Gruppe verschiedener Rezeptoren wahr. Nun haben Forschende die detaillierte Struktur eines dieser Geschmacksrezeptoren aufgeklärt. Demnach hat der Rezeptor namens TAS2R14 neben der bereits bekannten Bindungsstelle auf der Außenseite von Zellen eine weitere Bindungsstelle, die auf...